Einen kleinen Zusatzgewinn von 0,8 % schaffte die Commerzbank gestern. Am Montag war es um fast 9 % aufwärts gegangen. Die Aktie ist jetzt rund 32,40 Euro wert und das hat Gründe: Die Übernahmeschlacht.

Was über Monate hinweg wie ein strategisches Abtasten wirkte, hat sich nun zu einer offenen Übernahmesituation entwickelt. Die italienische Großbank UniCredit hat der Commerzbank ein offizielles Kaufangebot vorgelegt und damit die Diskussion über die Zukunft des Frankfurter Instituts deutlich verschärft.

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Im Zentrum des Vorstoßes steht ein reiner Aktientausch. Aktionäre der Commerzbank sollen für jedes ihrer Papiere 0,485 Anteilsscheine der UniCredit erhalten. Mit diesem Schritt macht die Mailänder Bank deutlich, dass sie ihren Einfluss bei dem deutschen Institut weiter ausbauen möchte.

UniCredit möchte die Commerzbank haben!

Die Ausgangslage ist dabei bemerkenswert: UniCredit hält bereits seit einiger Zeit einen bedeutenden Anteil an der Commerzbank. Das aktuelle Angebot gilt daher als nächster Schritt in einer Entwicklung, die sich über mehrere Monate aufgebaut hat.

Für das Management der Commerzbank stellt der Schritt eine direkte Herausforderung dar. Das Institut hatte in den vergangenen Jahren umfangreiche Restrukturierungen umgesetzt und seine Geschäftsentwicklung stabilisiert. Vor diesem Hintergrund betont die Führung weiterhin die Bedeutung einer eigenständigen strategischen Entwicklung.

Auch politisch löste der Vorstoß unmittelbare Reaktionen aus. Vertreter der Bundesregierung bezeichneten das Vorgehen als „unfreundlich“ und äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die deutsche Finanzstruktur.

Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle der Commerzbank als wichtiger Finanzierungspartner des deutschen Mittelstands. Kritiker befürchten, dass sich die Kreditversorgung mittelständischer Unternehmen verändern könnte, falls strategische Entscheidungen künftig stärker außerhalb Deutschlands getroffen würden.

Auch Arbeitnehmervertreter sind skeptisch, aber das ist nicht ungewöhnlich.

Damit entwickelt sich der Vorgang zunehmend zu einer komplexen Gemengelage aus wirtschaftlichen, politischen und regulatorischen Fragen. Neben den Aktionären müssen auch mehrere europäische Aufsichtsbehörden eine mögliche Transaktion prüfen.

Die kommenden Wochen dürften daher entscheidend werden, da sowohl politische Reaktionen als auch regulatorische Entscheidungen Einfluss auf den weiteren Verlauf nehmen könnten. Die Übernahmeschlacht hat begonnen!

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