Barrick Mining hat seine Finanzführung neu aufgestellt — und der Zeitpunkt ist kein Zufall. Mit Helen Cai übernimmt zum 1. März 2026 eine Kapitalmarktexpertin mit Goldman-Sachs-Hintergrund das Ruder als CFO. Das geschieht genau dann, wenn der Goldriese einen der komplexesten Unternehmensumbaus seiner Geschichte vorbereitet.

Rekordzahlen als Ausgangsbasis

Cai tritt ihr Amt unter günstigen Vorzeichen an. Im vierten Quartal 2025 erzielte Barrick einen operativen Cashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar und einen freien Cashflow von 1,62 Milliarden Dollar — jeweils Rekordwerte. Für das Gesamtjahr 2025 wuchs der freie Cashflow um 194 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Begleitet wurden diese Zahlen von einer neuen Dividendenpolitik: Barrick will künftig 50 Prozent des freien Cashflows ausschütten, die Quartalsdividende stieg um 40 Prozent auf 0,175 Dollar je Aktie.

Cais Profil — zwei Jahrzehnte in Aktienresearch, M&A und Unternehmensfinanzierung bei Goldman Sachs und CICC — passt genau in dieses Umfeld. Wer Kapitalallokation, Investorenkommunikation und komplexe Transaktionsstrukturen aus dem Effeff kennt, bringt andere Werkzeuge mit als ein klassischer Bergbau-CFO.

Der NewCo-IPO als Nagelprobe

Die eigentliche Bewährungsprobe wartet in der zweiten Jahreshälfte 2026: der geplante Börsengang einer neu gegründeten Tochtergesellschaft. NewCo soll Barricks stabile, cashstarke Nordamerika-Assets bündeln — darunter die 61,5-prozentige Beteiligung an Nevada Gold Mines, die 60-Prozent-Beteiligung an der Pueblo-Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik sowie das vollständig eigene Fourmile-Projekt in Nevada.

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Fourmile ist dabei mehr als ein Randposten. Die ausgewiesenen Goldressourcen wurden zuletzt auf 2,6 Millionen Unzen bei einer Gehaltsklasse von 17,59 Gramm pro Tonne verdoppelt. Eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie deutet auf eine mögliche Jahresproduktion von 600.000 bis 750.000 Unzen hin — Zahlen, die das Projekt zum Kernelement eines künftigen Börsengangs machen könnten. Das Bohrbudget steigt 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar, nach 91 Millionen im Vorjahr.

Produktion bleibt das schwache Glied

Trotz der starken Finanzkennzahlen bleibt ein strukturelles Problem bestehen: Die Goldproduktion sank 2025 zum sechsten Mal in Folge und liegt auf dem niedrigsten Stand seit mindestens 25 Jahren. Im vierten Quartal allein fiel die Produktion um rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 871.000 Unzen.

Für 2026 plant Barrick eine Produktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen bei All-in-Sustaining-Kosten von 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze. Ob diese Ziele erreichbar sind, hängt auch davon ab, ob der Betrieb in Mali nach der Rückkehr der Kontrolle über Loulo-Gounkoto im Dezember 2025 reibungslos hochgefahren werden kann. Erneute Spannungen mit der Regierung in Bamako könnten die gesamte Bewertungsgeschichte vor dem NewCo-IPO gefährden.

Die Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten rund 61 Prozent zugelegt und damit sowohl den S&P 500 als auch die meisten Goldminen-Wettbewerber wie Newmont oder Agnico Eagle übertroffen. Nach dem jüngsten Kursrückgang — die Aktie liegt rund 21 Prozent unter ihrem Januarhoch von 44,34 Euro — wird Cais erste große Aufgabe sein, Investoren davon zu überzeugen, dass Barricks Umbau mehr ist als ein ambitionierter Plan auf dem Papier.

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