Commerzbank Aktie: S&P bringt frischen Wind
Die Commerzbank erhält Unterstützung aus unerwarteter Richtung: Während UniCredit weiter auf eine Fusion drängt, hebt die Ratingagentur S&P Global den Ausblick für das Frankfurter Institut auf "positiv" an. Die Botschaft ist klar – die strategische Neuausrichtung trägt Früchte.
S&P attestiert glaubwürdige Fortschritte
Am 4. Dezember bestätigte S&P Global Ratings die Bonitätsnoten "A/A-1" und hob gleichzeitig den Ausblick von "stabil" auf "positiv" an. Die Begründung:
- Eigenkapitalrendite: Erwartete RoTE von 13% bis Ende 2027
- Effizienz: Cost-Income-Ratio soll auf 53% sinken
- Kapitalausstattung: Weiterhin solide und zentrale Rating-Stärke
Die Ratingagentur signalisiert damit: Ein weiteres Upgrade ist möglich, sofern die Bank ihre Momentum-Strategie konsequent umsetzt.
UniCredit erhöht den Druck
Der italienische Rivale hält mittlerweile rund 26% der Anteile und plant den Ausbau auf knapp 30%. CEO Andrea Orcel fordert Fusionsgespräche – stößt aber auf breite Ablehnung.
Die Fronten verhärten sich: CEO Bettina Orlopp bezeichnet UniCredits Vorgehen als "unfreundlich". Die Bundesregierung als Großaktionär favorisiert die Eigenständigkeit, Gewerkschaften warnen vor massivem Stellenabbau. Orlopp selbst rechnet mit "Umsatzverlusten" durch Überschneidungen im Firmenkundengeschäft.
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Gemischte Q3-Bilanz trübt kurzfristig
Der Nettogewinn fiel im dritten Quartal um 7,9% auf 591 Millionen Euro – deutlich unter den erwarteten 659 Millionen. Verantwortlich waren vor allem eine gestiegene Steuerquote (von 22% auf 36%) und höhere Personalkosten. Positiv: Die Bank hob ihre Prognose für den Zinsüberschuss 2025 auf 8,2 Milliarden Euro an.
Parallel dazu setzt das Management verstärkt auf Kapitalrückführungen. Nach dem fünften Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1 Milliarde Euro beantragte die Bank einen weiteren Rückkauf über 600 Millionen Euro.
Momentum-Strategie als Gegenentwurf
Mit ihrer Strategie bis 2028 positioniert sich die Commerzbank klar gegen eine Fusion. Die Ziele sind ambitioniert: RoTE von 15%, Cost-Income-Ratio von 50% und nahezu vollständige Gewinnausschüttung. Die polnische Tochter mBank soll ab 2026 stärker zum Konzernergebnis beitragen – die Risikovorsorge für Schweizer-Franken-Hypotheken ist weitgehend abgearbeitet.
Das S&P-Upgrade stärkt die Position der Commerzbank im Übernahmepoker. Die Aktie hat seit Jahresanfang bereits über 120% zugelegt. Ob das Management seine strategischen Ziele ohne Fusion erreicht, wird sich in den kommenden zwei Jahren zeigen.
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