BlackRock hat seinen Anteil an der Commerzbank leicht angepasst – und das ausgerechnet in einer Phase, in der mit UniCredit ein großer Aktionär im Hintergrund sitzt. Gleichzeitig liefert die Bank starke Jahreszahlen und treibt ihre Tech-Agenda voran. Was heißt das für die Debatte um die Eigenständigkeit?

BlackRock reduziert minimal – UniCredit bleibt der Faktor

Laut der heute veröffentlichten Stimmrechtsmeldung hält BlackRock zum Stichtag 16. Februar 2026 5,81% der Stimmrechte direkt über Aktien sowie 0,28% über Finanzinstrumente. Zuvor lag der gemeldete Gesamtanteil bei 5,90%. Unter dem Strich ist das eine kleine Reduzierung – ohne Signalcharakter im Sinne einer großen Umpositionierung, aber dennoch bemerkenswert im aktuellen Umfeld.

Denn der Kontext ist politisch und strategisch aufgeladen: UniCredit hält weiterhin rund 29%. Damit bleibt die italienische Großbank der zentrale Hebel, wenn es um die Perspektive einer möglichen Übernahme geht.

An der Börse zeigt sich der Titel derweil eher im Wartemodus: 34,08 Euro bedeuten heute ein kleines Minus von 0,35%. Auf Jahressicht steht allerdings ein kräftiges Plus von 74,32%.

Rückenwind durch Zahlen, Dividende und Rückkauf

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Fundamental kommt Unterstützung von den jüngsten Geschäftszahlen. Für 2025 meldete die Bank ein Nettoergebnis von 2,63 Mrd. Euro und lag damit über der eigenen Prognose von 2,5 Mrd. Euro. Bereinigt um Restrukturierungskosten bezifferte sie das Ergebnis sogar auf rund 3 Mrd. Euro.

Für Aktionäre soll sich das auch konkret auszahlen: Vorgeschlagen ist eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie. Zusätzlich läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 540 Mio. Euro, das bis zum 26. März 2026 befristet ist. Solche Maßnahmen sind in der Regel auch ein Signal: Kapital soll nicht nur verdient, sondern sichtbar an die Eigentümer zurückgegeben werden.

KI-Agenten als Modernisierungsprojekt

Parallel treibt der Vorstand die technologische Erneuerung voran. IT-Vorständin Christiane Vorspel skizzierte am 17. Februar 2026 den Einsatz autonomer KI-Agenten. Genannt wurden unter anderem der Kunden-Avatar „Ava“ sowie der Mitarbeiter-Assistent „Sherlock“ – Projekte, die vor allem auf mehr Effizienz und eine modernere Arbeitsweise zielen.

Unterm Strich passt das zur Linie, die im Quelltext klar anklingt: Operative Stärke und Modernisierung sollen die Position der Bank untermauern – gerade in einem Umfeld, in dem die Aktionärsstruktur mit UniCredit im Zentrum strategisch sensibel bleibt. Der nächste konkrete Termin ist der 26. März 2026, wenn das laufende Rückkaufprogramm planmäßig endet.

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