Commerzbank Aktie: Rückkäufe starten
Die Commerzbank legt ein Rekordergebnis für 2025 vor und startet gleichzeitig mit dem neuen Aktienrückkaufprogramm. In den ersten beiden Handelstagen hat das Frankfurter Institut bereits knapp 1,84 Millionen eigene Aktien vom Markt genommen. Doch trotz starker Zahlen und einer um 70 Prozent erhöhten Dividende geriet die Aktie zuletzt deutlich unter Druck.
Die wichtigsten Fakten:
- Nettoergebnis 2025 bei 2,63 Milliarden Euro
- Dividende soll auf 1,10 Euro steigen (Vorjahr: 0,65 Euro)
- Aktienrückkauf von bis zu 540 Millionen Euro läuft bis 26. März
- Prognose 2026: Nettoergebnis über 3,2 Milliarden Euro
- Gesamte Kapitalrückgabe 2025: rund 2,7 Milliarden Euro
Rückkaufprogramm nimmt Fahrt auf
Zwischen dem 12. und 13. Februar erwarb die Bank insgesamt 1.840.651 Aktien zurück. Am ersten Tag wurden 845.867 Stück zu durchschnittlich 35,29 Euro eingekauft, am Folgetag 994.784 Aktien zu 33,17 Euro. Das Programm umfasst ein Volumen von bis zu 540 Millionen Euro und soll spätestens Ende März abgeschlossen sein.
Der Erwerb erfolgt über die Frankfurter Börse sowie die multilateralen Handelssysteme Cboe, Turquoise und Aquis. Zusammen mit dem bereits im Dezember 2025 abgeschlossenen Rückkaufprogramm über rund eine Milliarde Euro und der geplanten Dividende fließen insgesamt etwa 2,7 Milliarden Euro an die Aktionäre zurück.
Rekordergebnis mit erhöhter Prognose
Das operative Ergebnis kletterte 2025 um 18 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis erreichte drei Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert. Die Gesamterträge stiegen um zehn Prozent auf 12,2 Milliarden Euro, getrieben von einem Zinsüberschuss von 8,2 Milliarden Euro und einem Provisionsüberschuss von vier Milliarden Euro.
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Restrukturierungsaufwendungen von 562 Millionen Euro für den laufenden Stellenabbau belasteten das ausgewiesene Nettoergebnis von 2,63 Milliarden Euro. Dennoch übertraf die Bank ihr ursprüngliches Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro deutlich.
Für 2026 hebt das Management die Erwartungen weiter an. Das Nettoergebnis soll über 3,2 Milliarden Euro liegen. Der Zinsüberschuss wird nun bei rund 8,5 Milliarden Euro erwartet, die Cost-Income-Ratio soll auf etwa 54 Prozent sinken. Die langfristigen Ziele für 2028 bleiben ambitioniert: eine Nettoeigenkapitalrendite von 15 Prozent und ein Nettoergebnis von 4,2 Milliarden Euro.
Markt reagiert verhalten
Trotz der positiven Zahlen und der deutlich erhöhten Ausschüttungen verlor die Aktie nach der Bilanzpressekonferenz am 11. Februar zeitweise über 3,5 Prozent. Analysten verwiesen darauf, dass einige Investoren sich beim Rückkaufvolumen mehr erhofft hatten. Zudem bleibt die Übernahmesituation mit UniCredit ein dominierendes Thema. Die italienische Großbank hält mittlerweile rund 29 Prozent der Commerzbank-Anteile, die Bundesregierung als zweitgrößter Aktionär gut zwölf Prozent.
Das Management um Vorstandschefin Bettina Orlopp setzt auf die eigenständige Strategie und versucht, durch ambitionierte Renditeziele und Kapitalrückgaben die Unabhängigkeit zu untermauern. Die Hauptversammlung am 20. Mai wird zeigen, wie die Aktionäre den Kurs bewerten – und ob die Dividende von 1,10 Euro je Aktie wie vorgeschlagen beschlossen wird.
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