Commerzbank Aktie: Gewinnentwicklung erfreulich!
Die Commerzbank navigiert derzeit durch ein komplexes Geflecht aus Übernahmespekulationen, starken Fundamentaldaten und digitaler Transformation. Während die italienische UniCredit weiter auf eine Übernahme spekuliert, liefert das Frankfurter Institut selbstbewusst Rekordergebnisse – und testet gleichzeitig Stablecoins für den internationalen Zahlungsverkehr.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
- RBC hebt Kursziel von 36 auf 37 Euro an
- Commerzbank-Tochter neosfer testet Stablecoins für grenzüberschreitende Zahlungen
- UniCredit hält 20%, Entscheidung über weiteres Vorgehen auf 2026 verschoben
- Rekord-Betriebsergebnis von 3,44 Milliarden Euro in Q1-Q3 2025
Analysten bleiben zuversichtlich
Die kanadische Großbank RBC hat gestern ihr Kursziel für die Commerzbank auf 37 Euro erhöht. Analystin Anke Reingen passte ihr Bewertungsmodell vor den anstehenden Q4-Zahlen an und korrigierte ihre Annahmen für das Nettozinseinkommen leicht nach oben. Bei einem aktuellen Kurs von rund 35 Euro ergibt sich ein Aufwärtspotenzial von knapp 6 Prozent.
Die Einstufung bleibt allerdings bei "Sector Perform" – ein Signal, dass RBC zwar weitere Kursgewinne für möglich hält, aber keine deutliche Outperformance gegenüber dem Sektor erwartet.
Digitale Innovation im Zahlungsverkehr
Strategisch interessanter ist der Vorstoß der Commerzbank-Innovationstochter neosfer in den Stablecoin-Bereich. Das Institut testet derzeit digitale Währungen für internationale Transaktionen – ein Geschäftsfeld, in dem traditionelle Banken zunehmend von Fintechs bedrängt werden.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Stablecoins ermöglichen Zahlungen rund um die Uhr, auch außerhalb klassischer Banköffnungszeiten. Besonders multinationale Konzerne könnten von schnelleren Liquiditätsbewegungen profitieren. Mit der EU-Regulierung MiCAR existiert zudem ein rechtlicher Rahmen, der institutionellen Akteuren Rechtssicherheit bietet.
UniCredit: Teurer Aufschlag
Das beherrschende Thema bleibt die mögliche Übernahme durch UniCredit. Die italienische Bank hält aktuell rund 20 Prozent der Anteile und hat von der EZB die Genehmigung erhalten, ihren Anteil auf bis zu 29,9 Prozent aufzustocken. CEO Andrea Orcel hat die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen jedoch auf 2026 verschoben.
Ein Grund dürfte die Kursentwicklung sein: Die Commerzbank-Aktie hat seit dem UniCredit-Einstieg im September 2024 rund 90 Prozent zugelegt. Orcel merkte zuletzt an, die Commerzbank werde "derzeit mit einem hohen Aufschlag im Vergleich zu uns bewertet". Eine Übernahme ist damit deutlich teurer geworden – während die deutsche Regierung und die Gewerkschaft Verdi weiterhin vehement dagegen opponieren.
Starke Fundamentaldaten als Argument
Die Commerzbank liefert ihrerseits Argumente für die Eigenständigkeit: Das Betriebsergebnis erreichte in den ersten neun Monaten 2025 mit 3,44 Milliarden Euro ein Rekordniveau – ein Plus von 21,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die CET1-Quote liegt mit 14,56 Prozent deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Im Dezember schloss die Bank zudem ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro ab.
Die EZB senkte zudem die Kapitalanforderungen für 2026 um 10 Basispunkte – ein Vertrauensbeweis der Aufsicht in das Geschäftsmodell.
Am 11. Februar folgen die Q4-Zahlen. Das Management hat für 2025 ein Nettozinseinkommen von 8,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Ob dieses Ziel erreicht wurde, dürfte auch Einfluss auf die Bewertung durch UniCredit haben – in den ersten neun Monaten lag das Nettozinseinkommen noch 1,2 Prozent unter Vorjahr.
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