Berlin setzt auf Eigenständigkeit – und stärkt damit indirekt den Kurs des Managements. Gleichzeitig rückt ein Datum immer näher, das für die Bewertung dieser Strategie entscheidend wird: die Bilanz für 2025. Was liefert die Bank am 11. Februar wirklich ab?

Berlin bremst Übernahmefantasie

Laut aktuellen Berichten bekräftigt die Bundesregierung ihre unterstützende Haltung für einen unabhängigen Kurs der Commerzbank. Damit stellt sich Berlin gegen mögliche Übernahmeambitionen aus dem Ausland – konkret gegen ein mögliches Angebot der italienischen UniCredit.

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Für Anleger verschiebt sich der Blick damit weg von Übernahme-Spekulationen hin zur Frage, ob die Bank ihren Wert aus eigener Kraft steigern kann. Als Signal in diese Richtung hatte das Institut bereits im Dezember 2025 ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen.

Auch UniCredit bleibt als Großaktionär ein Faktor: Die Beteiligung gilt als finanziell relevant, unter anderem wegen möglicher Dividendenausschüttungen.

Der nächste Prüfstein: Bilanz am 11. Februar

Der Markt wartet nun auf handfeste Zahlen. Am 11. Februar 2026 legt die Bank die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Genau diese Veröffentlichung gilt als Gradmesser dafür, wie belastbar die aktuelle Strategie tatsächlich ist.

Kursseitig wirkt die Aktie kurzfristig eher gedämpft: Zuletzt notierte sie bei 34,60 € nach 35,15 € am Mittwoch. Auf 30 Tage gerechnet steht ein Minus von 4,16% zu Buche – trotz eines starken 12-Monats-Zuwachses von 87,28%.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Politisches Signal: Bundesregierung unterstützt Eigenständigkeit, stellt sich gegen Auslands-Übernahmeambitionen
- Strategie-Signal: Aktienrückkaufprogramm im Dezember 2025 abgeschlossen
- Nächster Termin: 11. Februar 2026 – Q4- und Gesamtjahreszahlen 2025
- Aktueller Kurs: 34,60 € (unter dem Schlusskurs vom Mittwoch: 35,15 €)

Umfeld: Banken stabil, Impulse von Fed und Peers

Die Entwicklung spielt sich in einem insgesamt stabilen Umfeld für europäische Bankaktien ab. Zuletzt kamen Impulse von der Zinsentscheidung der US-Notenbank am 28. Januar sowie von den Quartalszahlen der Deutschen Bank.

Konkret wird es bei der Commerzbank dann mit den nächsten fixen Unternehmensdaten: Im März 2026 folgt der vollständige Geschäftsbericht 2025, im Mai 2026 die Zahlen für das erste Quartal 2026 sowie die Hauptversammlung. Entscheidend bleibt aber zunächst der 11. Februar – denn dort muss die Bank liefern, wenn die Eigenständigkeits-Story tragen soll.

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