Realty Income dreht im Januar gleich an mehreren Stellschrauben: neues Kapital, ein großer Partner – und ein geografischer Schritt nach Mexiko. Hinter den Meldungen steckt vor allem ein Ziel: die Finanzierung breiter aufzustellen und neue Ertragsquellen zu erschließen.

GIC-Deal bringt frisches Kapital – und neue Struktur

Am 12. Januar hat Realty Income eine strategische Partnerschaft mit dem singapurischen Staatsfonds GIC bekanntgegeben. Das Paket ist mehr als nur ein einzelner Zukauf: Es kombiniert Joint-Venture-Kapital, einen konkreten Mexico-Deal und den Aufbau eines Fonds-Geschäfts.

Konkret umfasst die Vereinbarung drei Bausteine:
- Joint Venture mit über 1,5 Mrd. US-Dollar an kombinierten Kapitalzusagen für „Build-to-suit“-Logistikimmobilien in den USA
- Takeout-Kaufzusage über rund 200 Mio. US-Dollar für Industrieobjekte in Mexiko
- GIC als Ankerinvestor im neuen U.S. Core Plus Open-End Fund von Realty Income

Im US-Joint-Venture zielt das Unternehmen auf hochwertige Logistikobjekte, die bereits langfristig per Net-Lease vermietet sind – an Mieter mit investmentgrade-ähnlichen Bonitätsprofilen. Realty Income soll dabei die Mehrheit an den über das JV gekauften Assets halten.

Mexiko-Premiere: Logistik als Eintrittstor

Bemerkenswert ist vor allem der Schritt nach Mexiko – es ist der erste Markteintritt des REITs dort. Gemeinsam mit GIC und dem Entwicklungspartner Hines wird der Bau von Industrieimmobilien in Mexiko-Stadt und Guadalajara finanziert. Nach Fertigstellung hat sich Realty Income verpflichtet, das Portfolio für etwa 200 Mio. US-Dollar zu übernehmen.

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Ein wichtiges Detail: Die Immobilien sind bereits an Global-Fortune-100-Unternehmen langfristig vermietet, und die Verträge sind in US-Dollar denominiert. Damit wird das Währungsrisiko laut Mitteilung reduziert – ein Punkt, der bei grenzüberschreitenden Investments schnell zum Stolperstein werden kann.

Parallel zahlt die Partnerschaft auf eine größere Linie ein: Realty Income will über „Private Capital“ stärker unabhängig von öffentlichen Kapitalmärkten werden. Der neue Core-Plus-Fonds ist dabei nicht nur Finanzierungskanal, sondern auch eine gebührenbasierte Zusatzsparte.

Wandelanleihe, Dividende – und nächster Termin

Schon vor dem GIC-Deal hatte Realty Income im Januar eine Wandelanleihe-Emission abgeschlossen: 862,5 Mio. US-Dollar an 3,500% Convertible Senior Notes bis 2029. Der Nettoerlös von rund 845,5 Mio. US-Dollar soll unter anderem zur Rückzahlung von 500 Mio. US-Dollar Senior Notes (5,050%) genutzt werden, die am 13. Januar fällig wurden.

Ebenfalls am 13. Januar erklärte das Unternehmen seine 667. monatliche Dividende in Folge: 0,2700 US-Dollar je Aktie (annualisiert 3,240 US-Dollar). Zahlungstermin ist 13. Februar 2026, Stichtag für die Eintragung ist 30. Januar 2026.

Am Markt notierte die Aktie zuletzt bei 60,50 US-Dollar und damit nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch.

Der nächste klare Fixpunkt folgt in wenigen Wochen: Am 24. Februar 2026 will Realty Income die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 nach Börsenschluss in New York vorlegen; der Investor-Call ist für 14:00 Uhr PST angesetzt.

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