Der Übernahmepoker zwischen Frankfurt und Mailand verschärft sich auf politischer Ebene. Kurz vor den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen erteilt der Bund den Ambitionen der UniCredit eine erneute Absage und pocht auf die Eigenständigkeit des Instituts. Während die Politik blockiert, profitiert der italienische Großaktionär bereits jetzt massiv von seiner Beteiligung, was die Gemengelage für Anleger komplex gestaltet.

  • Regierungshaltung: Finanzministerium lehnt Übernahme weiterhin ab.
  • UniCredit-Status: Hält 26 Prozent, Genehmigung für 29,9 Prozent liegt vor.
  • Performance: Kursplus von 91,68 Prozent auf Jahressicht.
  • Termin: Bilanzpressekonferenz am 11. Februar 2026.

Politische Brandmauer steht

Unmittelbar vor dem Treffen der Regierungsvertreter am 24. Januar 2026 in Rom hat Berlin seine Position untermauert. Ein Sprecher des Finanzministeriums stellte klar, dass die Bundesregierung weiterhin auf die Eigenständigkeit der Commerzbank setzt. Ein unfreundliches Vorgehen der UniCredit werde als inakzeptabel eingestuft, insbesondere vor dem Hintergrund der Systemrelevanz der Bank. Der Staat hält nach wie vor rund 12 Prozent der Anteile und positioniert sich damit als entscheidender Veto-Spieler gegen eine schnelle Fusion.

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Italiener profitieren auch ohne Fusion

Für die UniCredit zahlt sich der Einstieg unabhängig vom Ausgang des politischen Ringens aus. Da die Beteiligung die 20-Prozent-Marke überschritten hat, konsolidieren die Italiener den Anteil nach der Equity-Methode in ihrer Bilanz. Zudem werden erhebliche Dividendenzahlungen erwartet. Die Europäische Zentralbank hat den Weg für eine Aufstockung auf bis zu 29,9 Prozent bereits geebnet, was den strategischen Druck auf das Commerzbank-Management hochhält.

Konsolidierung auf hohem Niveau

Nach der massiven Rallye der letzten zwölf Monate, in denen sich der Kurs fast verdoppelte, legt die Aktie aktuell eine Atempause ein. Mit einem Kurs von 35,00 Euro notiert das Papier knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 35,30 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel einen leichten Rückgang von 3,85 Prozent, was angesichts des Abstands zum 52-Wochen-Hoch bei 41,58 Euro als normale Marktkorrektur gewertet werden kann.

Die operative Bewährungsprobe folgt am 11. Februar 2026. Bei der Bilanzpressekonferenz muss der Vorstand beweisen, dass die Strategie der Eigenständigkeit auch fundamental tragfähig ist und mehr Wert schafft als eine Übernahme. Unterstützt wird der Kurs dabei durch das im Dezember abgeschlossene Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro. Das Zahlenwerk im Februar wird zeigen, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Investoren dauerhaft bei der Stange zu halten.

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