Chevron expandiert im östlichen Mittelmeer: Der US-Energiekonzern hat sich vier Offshore-Explorationsblöcke vor der griechischen Küste gesichert – ein bedeutender strategischer Schritt in einer Region, die Chevron bereits mit Projekten in Israel und Zypern beackert. Fast zeitgleich stufte die Investmentbank Melius Research die Aktie auf "Buy" hoch und hob das Kursziel deutlich an.

47.000 Quadratkilometer vor Griechenlands Küste

Am 16. Februar 2026 unterzeichnete Chevron exklusive Pachtverträge für vier Offshore-Blöcke südlich von Kreta und der Peloponnes. Die Gesamtfläche umfasst rund 47.000 Quadratkilometer – eines der größten unerschlossenen Gebiete innerhalb der Europäischen Union. Chevron hält 70 Prozent der Anteile und übernimmt die Betriebsführung, Partner HELLENiQ ENERGY steuert die restlichen 30 Prozent bei.

Die technischen Herausforderungen sind erheblich: Die Wassertiefe überschreitet stellenweise 1.500 Meter, die geologischen Strukturen gelten als komplex. In der ersten Explorationsphase sind 2D- und 3D-Seismik-Untersuchungen geplant, um das Kohlenwasserstoffpotenzial zu bewerten. Die Verträge müssen noch vom griechischen Parlament ratifiziert werden.

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Kontext der Expansion:
- Rückkehr nach Libyen: Chevron gewann am 11. Februar 2026 Block S4 an Land – die erste Aktivität des Konzerns dort seit fast 15 Jahren
- Memoranden mit der Türkei und Syrien zur Evaluierung weiterer Gelegenheiten
- Bestehende Vermögenswerte: Zwei produzierende Gasfelder vor Israel, Aphrodite-Gasfeld vor Zypern in Entwicklung

Analysten sehen Explorations-Turnaround

Melius Research stufte die Aktie am 17. Februar auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 155 auf 205 US-Dollar. Analyst James West begründet dies mit der neu fokussierten Explorationsstrategie: Chevron habe seine Acreage-Position in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent ausgebaut und sei in zehn neue Becken eingestiegen. Geplante Explorationsbohrungen erstrecken sich vom Golf von Mexiko über Namibia, Nigeria, Angola und Suriname bis nach Brasilien und Guyana. Zusätzlich sieht West Aufwärtspotenzial durch mögliche Geschäfte in Venezuela.

Die jüngste Dividendenerhöhung von 1,71 auf 1,78 US-Dollar pro Quartal unterstreicht die finanzielle Stabilität des Konzerns. Mit einem annualisierten Gesamtbetrag von 7,12 US-Dollar bleibt Chevron attraktiv für einkommensorientierte Anleger.

Mittelmeer als strategisches Standbein

Die Griechenland-Deals fügen sich in Chevrons Bestreben ein, das Mittelmeer als langfristiges Standbein zu etablieren. Die Region gewinnt an Bedeutung für Europas Energieversorgung, insbesondere nach den geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre. Ob die Blöcke kommerziell nutzbare Vorkommen bergen, wird sich erst nach Abschluss der Seismik-Kampagnen zeigen. Die parlamentarische Ratifizierung gilt als nächster entscheidender Meilenstein.

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