Coinbase Aktie: Derivate und Regulierung
Coinbase setzt gleichzeitig auf zwei Fronten: Während das Unternehmen international ein neues Derivateprodukt startet, nähert sich in Washington ein monatelanger Regulierungsstreit seiner Auflösung. Beide Entwicklungen prägen die Erwartungen an das zweite Quartal 2026.
Aktien rund um die Uhr handeln
Seit dieser Woche können berechtigte Nutzer außerhalb der USA über Coinbase sogenannte Perpetual Stock Futures handeln — unbefristete Terminkontrakte auf US-Aktien, die rund um die Uhr verfügbar sind. Zum Start umfasst das Angebot die sieben größten US-Technologiewerte: Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Nvidia, Meta und Tesla. In ausgewählten Regionen kommen auch ETF-Kontrakte auf SPY und QQQ hinzu.
Die Kontrakte werden in USDC abgerechnet, dem Dollar-gebundenen Stablecoin von Circle. Für Einzelaktien sind bis zu zehnfache Hebelwirkung möglich, für ETF-Produkte bis zum Zwanzigfachen. Coinbase gehört damit zu den ersten großen zentralisierten Börsen, die dieses Produkt anbieten — bisher war es vor allem auf dezentralen Plattformen verbreitet. Der Dienst läuft über Coinbase Bermuda unter Aufsicht der Bermuda Monetary Authority.
Stablecoin-Gesetz nimmt entscheidende Kurve
Parallel dazu zeichnet sich in Washington ein Kompromiss beim CLARITY Act ab. Am 20. März einigten sich die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks auf einen Grundsatzkompromiss zu Stablecoin-Erträgen — mit Rückendeckung des Weißen Hauses.
Der Kern der Einigung: Passive Zinsen auf das bloße Halten eines Stablecoins werden verboten. Aktivitätsgebundene Prämien — etwa für Zahlungen oder Plattformnutzung — bleiben erlaubt. Senatorin Lummis zufolge sollen Rewards-Programme, die nicht als Bankzinsen formuliert sind, unter dem Kompromiss bestehen bleiben. Sie betonte außerdem, dass Coinbase-CEO Brian Armstrong in den jüngsten Verhandlungen kompromissbereiter aufgetreten sei als noch bei einem früheren Gesetzesentwurf.
Für Coinbase ist das Thema finanziell bedeutsam: 2025 erzielte das Unternehmen mit Stablecoin-Geschäften Einnahmen von 1,35 Milliarden Dollar — nach 910 Millionen im Vorjahr. Damit ist dieser Bereich die zweitgrößte Einnahmequelle. Analyst Owen Lau von Clear Street ordnet die Debatte als relevant, aber nicht existenzbedrohend ein: Stablecoin-Erträge seien nur einer von vielen Faktoren, die Nutzer zur Plattform brächten.
Gesetz mit langem Weg, aber klarer Richtung
Bis zur Verabschiedung des CLARITY Act sind noch mehrere Schritte nötig: ein Markup im Bankenausschuss des Senats, eine Abstimmung im Plenum mit 60-Stimmen-Hürde, zwei Abstimmungsrunden zur Harmonisierung mit dem Landwirtschaftsausschuss und dem bereits im Juli 2025 verabschiedeten Entwurf des Repräsentantenhauses sowie die Unterschrift des Präsidenten. Der Bankenausschuss soll sich nach der Osterpause — Ende April — erstmals mit dem überarbeiteten Entwurf befassen.
Die Coinbase-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren, notiert aktuell aber oberhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 164 Euro. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 7. Mai 2026 — dann dürfte sich zeigen, wie stark die neuen Derivateprodukte und der regulatorische Rückenwind bereits in den Zahlen ankommen.
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