Trotz eines Kursrutschs von fast 25 Prozent seit Jahresbeginn signalisiert die Führungsriege der Circus SE Zuversicht. Während die Aktie in Richtung 52-Wochen-Tief tendiert, nutzt CEO Nikolas Bullwinkel das gedrückte Niveau für signifikante Insider-Käufe. Diese Transaktionen folgen unmittelbar auf eine strategisch wichtige Meldung: Der Technologieanbieter weitet sein Geschäftsmodell von der Gastronomie auf die Rüstungsindustrie aus.

Die wichtigsten Fakten:
* Insider-Deals: CEO kauft Ende Januar Aktienpakete nach.
* Strategie-Pivot: Bundeswehr-Auftrag für neue Sparte Circus Defence.
* Prognose 2026: Umsatzkorridor von 44 bis 55 Millionen Euro bestätigt.
* Kurslage: Aktie notiert mit 9,06 Euro nahe dem Jahrestief.

Vertrauensbeweis am Tiefpunkt

Nachdem der Aktienkurs am Freitag bei 9,06 Euro und einem Tagesverlust von 3,21 Prozent aus dem Handel ging, werten Marktbeobachter die jüngsten Transaktionen des CEO als Stabilisierungsversuch. Über die Nikolas Bullwinkel Beteiligungs UG erwarb der Firmengründer Ende Januar in zwei Tranchen Anteile über die Börse:

  • Am 29. Januar wurden 2.023 Aktien zu durchschnittlich 9,90 Euro gekauft.
  • Am 30. Januar folgten weitere 1.069 Stück zu einem Kurs von 9,38 Euro.

Diese Käufe erfolgen in einer kritischen Marktphase. Mit einem Abstand von nur noch rund 2 Prozent zum 52-Wochen-Tief von 8,88 Euro befindet sich der Titel in einer charttechnisch heiklen Zone. Das Management setzt hier offensichtlich eigenes Kapital gegen den vorherrschenden Abwärtstrend.

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Vom Kochroboter zur Verteidigungstechnik

Hintergrund für den Optimismus der Führungsebene ist die erfolgreiche Diversifizierung des Geschäftsmodells. Am 20. Januar meldete das Unternehmen einen Auftrag der deutschen Bundeswehr für die neu formierte Sparte Circus Defence. Dabei wird die ursprünglich für die Gastronomie entwickelte KI-Robotik (wie der Kochroboter CA-1) für militärische Logistikzwecke adaptiert.

Dieser Schritt wurde bereits im August 2025 durch eine NATO-Zulassung vorbereitet. Die Technologie findet nun Anwendung in sicherheitskritischen Bereichen, was die Abhängigkeit vom rein zivilen Sektor verringert. Analysten sehen hierin das Potenzial, die Umsatzbasis durch staatliche Aufträge langfristig zu verbreitern.

Finanzierung der Wachstumsziele steht

Um die Serienfertigung für Partner wie REWE sowie die neuen militärischen Kunden zu stemmen, hatte Circus SE bereits im Dezember eine Kapitalerhöhung durchgeführt und 2,42 Millionen neue Aktien platziert. Die finanziellen Mittel sollen sicherstellen, dass die ambitionierte Prognose für das laufende Jahr realisiert werden kann. Das Unternehmen stellt für 2026 einen Umsatz zwischen 44 und 55 Millionen Euro in Aussicht.

Für Anleger hängt die weitere Kursentwicklung nun primär an der operativen Umsetzung dieser Ziele. Gelingt die schnelle Auslieferung der Bundeswehr-Systeme und folgen weitere Abrufe aus dem NATO-Umfeld, könnte dies die nötige Substanz liefern, um den massiven Kursverlust der letzten zwölf Monate einzudämmen. Bis dahin dient das 52-Wochen-Tief bei 8,88 Euro als entscheidende Unterstützungsmarke.

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