Circus SE Aktie: Stunde der Wahrheit
Die Aktie hat ein neues 52-Wochen-Tief markiert, der Anlegertag am 28. März rückt näher – und die Erwartungen könnten kaum höher sein. Einem Umsatz von gerade einmal 0,25 Millionen Euro im Jahr 2025 steht eine Prognose von bis zu 55 Millionen Euro für 2026 gegenüber. Diese Lücke muss das Management in der Motorworld München erklären.
Kursverfall auf neuem Tiefstand
Mit einem Schlusskurs von 6,16 Euro notiert der Titel fast 73 Prozent unter seinem November-Hoch und liegt damit auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zwölf Monate. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp die Hälfte ihres Wertes verloren. Die Marktkapitalisierung liegt noch bei rund 175 Millionen Euro.
Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von über 54 Prozent spiegelt die tiefe Skepsis des Marktes wider – nicht gegenüber der Technologie, sondern gegenüber dem Tempo der Kommerzialisierung.
Piloten laufen, Verträge fehlen
Die operative Pipeline ist aufgebaut. Die Bundeswehr setzt den Kochroboter CA-1 in Kasernen ein, die ukrainischen Streitkräfte haben ein Abkommen über bis zu 25 Systeme unterzeichnet, REWE testet das Konzept seit acht Monaten in Düsseldorf-Heerdt. Für Sommer 2026 ist der Einsatz in der Mercedes-Benz-Werkkantine in Sindelfingen geplant.
Hinter diesen Projekten stehen jedoch überwiegend Pilotphasen und Absichtserklärungen. Über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Umsatzpotenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro hat Circus gemeldet – in tatsächliche Zahlungsflüsse haben sich diese bislang kaum verwandelt. Auf der Produktionsseite ist die Basis gesetzt: Mit Celestica wurde die Industrialisierung des CA-1 abgeschlossen, die Kapazitäten sind auf eine vierstellige Stückzahl ausgelegt.
Was München liefern muss
Der Anlegertag am 28. März ist keine Bühne für neue Visionen. Das Publikum wird konkrete Auslieferungszahlen, messbare Ergebnisse aus den Pilotprojekten und einen nachvollziehbaren Weg von laufenden Tests zu festen Verträgen einfordern.
Die Finanzierungsseite ist vorerst gesichert – Ende 2025 flossen rund 30 Millionen Euro von institutionellen Investoren. Für 2026 plant das Unternehmen ein EBITDA-Minus von 6 bis 8 Millionen Euro, was für eine frühe Skalierungsphase keine ungewöhnliche Größenordnung ist. Liefert die Münchner Präsentation konkrete Belege dafür, dass Partner wie REWE und Mercedes bereit sind, von Pilotphasen zu verbindlichen Kaufverträgen überzugehen, erhält die Umsatzprognose erstmals ein greifbares Fundament. Bleibt sie vage, dürfte der Abgabedruck auf den Titel anhalten.
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