Kochroboter in Kasernen, ein Pilotprojekt bei der Bundeswehr, eine geplante Installation bei Mercedes-Benz — und trotzdem steht die Circus-Aktie rund 66 Prozent tiefer als vor einem Jahr. Die Frage ist nicht, ob die Technologie funktioniert, sondern ob sie schnell genug Umsatz generiert, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen.

Bundeswehr und Mercedes als Schlüsselprojekte

Der Investorentag in der Münchener Motorworld rückte die sogenannte Dual-Use-Strategie in den Vordergrund: Circus bedient sowohl den zivilen als auch den militärischen Markt. Im militärischen Bereich läuft derzeit ein Pilotprojekt in einer Bundeswehr-Kaserne, bei dem der Kochroboter CA-1 die Truppenverpflegung übernimmt. Das Potenzial ist beachtlich — die Bundeswehr betreibt rund 275 große Kasernen. Ein erfolgreicher Abschluss des Pilotprojekts könnte die Grundlage für eine deutlich breitere Ausrüstung schaffen. Ergänzt wird das durch ein bestehendes Abkommen über bis zu 25 Einheiten für die ukrainischen Streitkräfte.

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Auf der zivilen Seite ist für Sommer 2026 der Einsatz des CA-1 im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen geplant. Der Roboter produziert auf sieben Quadratmetern bis zu 500 Mahlzeiten pro Ladung — ein Argument, das bei industriellen Kunden zieht. Fertigungspartner Celestica stellt sicher, dass die Produktion auf vierstellige Stückzahlen pro Jahr skalierbar ist.

Prognose trifft auf magere Ausgangsbasis

Für 2026 erwartet Circus Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro — ein enormer Sprung gegenüber den 0,25 Millionen Euro, die das Unternehmen 2025 erwirtschaftete. Operativ bleibt das Bild zunächst negativ: Das Management rechnet mit einem EBITDA zwischen minus 6 und minus 8 Millionen Euro, da die Skalierungsinvestitionen anhalten.

Um den Zugang zu internationalem Kapital zu erleichtern, legte Circus Anfang 2026 ein Level-I-ADR-Programm in den USA auf. Flankiert wird das durch Insiderkäufe: CEO Nikolas Bullwinkel und Verwaltungsratsmitglieder erwarben im März eigene Aktienpakete — ein Signal, das Marktbeobachter als Bekenntnis zur Erreichung der Jahresziele werten.

Die Quartalszahlen für Mitte April 2026 werden zeigen, wie viele der angekündigten Projekte bereits in konkrete Umsätze übergegangen sind. Erst dann lässt sich beurteilen, ob der Kurs von zuletzt 5,58 Euro — nahe dem 52-Wochen-Tief — eine Übertreibung nach unten war oder die Skepsis der Märkte berechtigt ist.

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