Chevron Aktie: Venezuela-Blockade schnürt Öl-Exporte ab
Die politischen Spannungen in Venezuela erreichen einen neuen Höhepunkt – und Chevron sitzt mittendrin. Während US-Präsident Donald Trump am 3. Januar 2025 die Festnahme von Nicolas Maduro verkündete und gleichzeitig Milliarden-Investitionen amerikanischer Ölkonzerne ankündigte, liegt der venezolanische Ölexport faktisch lahm. Die Hafenmeister haben aufgehört, beladene Tanker zur Ausfahrt freizugeben.
Für Chevron, den einzigen US-Ölriesen mit aktiven Operationen in Venezuela, bedeutet das eine prekäre Lage. Das Unternehmen exportiert normalerweise rund 150.000 Barrel pro Tag an die US-Golfküste – doch diese Lieferungen stocken nun. Mehrere beladene Tanker liegen fest, andere Schiffe haben die Häfen leer verlassen. Am Hauptölhafen José war am 3. Januar kein einziges Schiff mehr beim Beladen, wie Monitoring-Daten zeigen.
Milliarden-Versprechen ohne schnelle Rendite?
Trump verspricht zwar, dass "unsere größten Ölkonzerne der Welt" Milliarden investieren und die marode Infrastruktur reparieren werden. Doch Analysten dämpfen die Euphorie massiv. "Es wird Jahrzehnte dauern, bis westliche Ölmajors die venezolanische Industrie wieder auf die Beine stellen – und das kostet Dutzende Milliarden Dollar", erklärt Peter McNally von Third Bridge.
Die Hürden sind gewaltig: Venezuelas Ölförderung ist von 3,5 Millionen Barrel täglich in den 1970er Jahren auf magere 1,1 Millionen Barrel 2024 eingebrochen. Die Infrastruktur ist völlig heruntergekommen, Sicherheitsrisiken enorm. Zudem müsste Venezuela seine Gesetze ändern, um größere ausländische Investitionen überhaupt zuzulassen – nach der Verstaatlichung in den 2000er Jahren hatten Exxon und ConocoPhillips das Land verlassen.
Chevron zwischen allen Fronten
Chevron navigiert seit Jahren vorsichtig durch das venezolanische Minenfeld. CEO Mike Wirth betonte noch im Dezember 2024 gegenüber der Trump-Administration, wie wichtig die amerikanische Präsenz durch verschiedene politische Zyklen sei. Das Unternehmen ist seit über 100 Jahren in Venezuela aktiv.
Doch kann aus Trumps Plänen überhaupt etwas werden? "Wenn Trump eine friedliche Transition hinbekommt, könnte es in fünf bis sieben Jahren einen signifikanten Produktionsanstieg geben", sagt Energiestratege Thomas O'Donnell. Das große Aber: "Eine verpfuschte Transition mit dem Gefühl US-amerikanischer Dominanz kann zu jahrelangem Widerstand führen."
ConocoPhillips, dem Venezuela über 10 Milliarden Dollar aus Enteignungen schuldet, beobachtet die Lage genau. Exxon könnte ebenfalls zurückkehren, ist aber weniger stark betroffen. Die Geschichte mahnt zur Vorsicht: Irak und Libyen brachten US-Konzernen nach Regimewechseln null Profit, erinnert Ed Hirs von der University of Houston. "Ich befürchte, die Geschichte wiederholt sich in Venezuela."
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