Der Nahost-Konflikt trifft Chevron plötzlich an einer empfindlichen Stelle: Israel hat nach neuen militärischen Eskalationen die vorübergehende Schließung bestimmter Gasfelder angeordnet. Im Zentrum steht das Offshore-Großfeld Leviathan, das von Chevron betrieben wird. Damit wird aus Geopolitik ganz schnell operative Realität – mit Folgen für die regionale Energieversorgung.

Leviathan steht still – und das hat Folgen

Nach gemeinsamen US- und israelischen Angriffen auf Iran am 28. Februar ordnete das israelische Energieministerium aus Sicherheitsgründen an, ausgewählte Erdgasreservoirs vorübergehend zu schließen. Für das Leviathan-Feld bedeutet das: komplette Produktionsunterbrechung – sofort und auf Basis einer aktuellen Gefährdungsbewertung der Behörden.

Das ist mehr als eine interne Vorsichtsmaßnahme. Leviathan ist eine wichtige Versorgungsader in der Region und exportiert vertraglich rund 4,5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr nach Ägypten. Fällt diese Menge weg, steigt der Druck auf alternative Bezugsquellen.

Neben Leviathan musste auch Energean den Betrieb im Karish-Gasfeld aussetzen. Zudem drosselte die Raffinerie in Haifa Teile ihrer Verarbeitungseinheiten. Israel kündigte an, die heimische Energienachfrage vorerst über alternative Quellen und Brennstoffe abzufedern.

Märkte reagieren: Öl zieht an, Risikoaufschläge steigen

Die Abschaltung der Offshore-Produktion unterstreicht, wie verwundbar kritische Energie-Infrastruktur in der Region ist – und erinnert an ähnliche Vorsichts-Stopps im Juni 2025. Entsprechend schnell kamen die Rohstoffmärkte in Bewegung: Ölpreise zogen vor dem Wochenende spürbar an, weil Händler breitere Lieferunterbrechungen einpreisten. Brent erreichte dabei ein 7-Monats-Hoch.

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Auch Banken passen ihre Erwartungen an. Barclays hob die Prognose für Brent deutlich an und verwies dabei auf das steigende Risiko, dass Störungen im Nahen Osten länger anhalten könnten.

Nadelöhr Hormus – und OPEC+ unter Zugzwang

Besonders nervös macht die Lage rund um die Straße von Hormus, über die laut Bericht etwa 20% des weltweiten Öltransports laufen. Iran signalisierte, den Schiffsverkehr dort einschränken zu wollen. Die unmittelbare Folge: Marineversicherer streichen Policen oder erhöhen Prämien für Handelsschiffe in der Region. Zusätzlich kündigten Huthi-Kräfte an, Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer wieder aufzunehmen.

Kann OPEC+ diesen Angebotsstress kurzfristig abfedern? Genau darüber berät das Bündnis bereits: Für das Treffen am 1. März wird eine größere Produktionsausweitung erwogen als bislang geplant – ursprünglich stand für April ein Plus von 137.000 Barrel pro Tag im Raum.

Chevron selbst blieb an der Börse unterdessen fest: Die Aktie schloss am Freitag bei 158,06 Euro und markierte damit ein neues 52‑Wochen‑Hoch.

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