Die Chevron-Aktie erreichte am Montag im vorbörslichen Handel ein neues Allzeithoch, während die US-Militäroffensive gegen den Iran die Ölpreise auf Mehrmonatshochs katapultierte. Während die breiten Marktindizes unter Druck gerieten, profitiert der Energiekonzern unmittelbar von der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten.

Ölpreise steigen massiv

Die Brent-Rohölpreise schossen am Montag um 9,3 Prozent auf 79,40 Dollar und markierten damit ein neues 52-Wochen-Hoch. US-amerikanisches WTI-Öl legte ebenfalls über 9 Prozent zu und erreichte 73,10 Dollar pro Barrel. Bereits vor dem Wochenende hatten die Ölpreise im laufenden Jahr um 17 Prozent zugelegt.

Der gemeinsame Militärschlag der USA und Israels tötete den obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei – ein historischer Wendepunkt für die Islamische Republik. Präsident Donald Trump kündigte an, die "überwältigende Militäroffensive" fortzusetzen, bis alle Ziele erreicht seien. Die Eskalation weckt akute Sorgen um globale Öllieferketten: Der Iran droht mit der Schließung der Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölexporte fließen. Bereits jetzt haben große Containerreedereien ihre Routen um Afrika umgeleitet.

Chevron glänzt vorbörslich

Während die Futures auf den Dow Jones um 511 Punkte einbrachen und S&P 500 sowie Nasdaq deutlich nachgaben, bewegten sich Energieaktien in die entgegengesetzte Richtung. Die Chevron-Aktie notierte vorbörslich bei 165,38 Euro – ein Plus von 4,63 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Chevron?

Höhere Ölpreise steigern unmittelbar die Margen der Ölkonzerne. Chevron profitiert dabei von einer robusten Ausgangslage: Die Produktion kletterte von 3,34 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag im Jahr 2024 auf 3,72 Millionen im Jahr 2025. Der Break-even-Punkt für Dividenden und Investitionen liegt laut Unternehmen bei lediglich 50 Dollar pro Barrel Brent-Rohöl. Bei aktuell fast 80 Dollar expandiert der Margenpuffer erheblich.

Strukturelle Stärke trifft auf Geopolitik

Die geopolitische Krise kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Chevron strukturell gut aufgestellt ist. Im Jahr 2025 zahlte der Konzern 12,8 Milliarden Dollar an Dividenden, investierte 17,3 Milliarden in Kapitalausgaben und erwirtschaftete einen freien Cashflow von 16,5 Milliarden Dollar – trotz der niedrigsten durchschnittlichen Ölpreise seit 2020.

Chevron zählt zu den Dividendenaristokraten und erhöhte die Ausschüttung 38 Jahre in Folge. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 4,41 Prozent. Zudem strebt das Unternehmen Kostensenkungen von 3 bis 4 Milliarden Dollar bis 2026 an, was die Cashflow-Margen weiter verbessern dürfte.

Analysten von Goldman Sachs betonen allerdings, dass die Reaktion des Aktienmarkts weniger von kurzfristigen Schlagzeilen abhänge als von der Dauer eines möglichen Energieschocks. Lediglich eine schwere und anhaltende Störung der Ölversorgung – vergleichbar mit 1990 oder 2022 – würde erhebliche Auswirkungen auf das globale Wachstum haben. Die entscheidende Variable bleibt, ob die Straße von Hormus offen bleibt und wie lange der Konflikt andauert. Präsident Trump deutete an, dass die Operation Wochen dauern könnte.

Anzeige

Chevron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chevron-Analyse vom 2. März liefert die Antwort:

Die neusten Chevron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chevron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Chevron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...