Chevron bekommt gleich von zwei Seiten Aufmerksamkeit: Auf der einen Seite stärkt ausgerechnet Warren Buffetts Berkshire Hathaway dem Energiekonzern den Rücken – mit einem spürbaren Aufstocken der Position. Auf der anderen Seite kommt neue politische Reibung im östlichen Mittelmeer hinzu, die ein laufendes Explorationsprojekt belasten könnte. Was wiegt am Ende schwerer?

Buffett setzt nach

Auslöser für die neue Dynamik sind aktuelle Pflichtmitteilungen zu Berkshires Portfolio für das vierte Quartal 2025. Daraus geht hervor: Berkshire Hathaway hat 8.091.570 Chevron-Aktien zugekauft – ein Plus von rund 6,6% für die Beteiligung.

Damit steigt Berkshires Gesamtbestand auf über 130 Millionen Aktien, der – je nach Tageskurs – mit mehr als 20 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Bemerkenswert ist der Kontext: Gleichzeitig reduzierte Berkshire Beteiligungen an anderen Schwergewichten wie Apple und der Bank of America. Das wirkt wie eine gezielte Umschichtung zugunsten des Energiesektors.

Streit um Griechenland-Projekte

Während die institutionelle Unterstützung für Rückenwind sorgt, droht operativ Gegenwind aus der Geopolitik. Am heutigen Donnerstag verurteilte die türkische Regierung Explorationsvereinbarungen, an denen Chevron beteiligt ist. Laut Cyprus Mail bezeichnete Ankara die Aktivitäten eines Chevron-geführten Konsortiums südlich von Kreta als „unlawful“.

Hintergrund ist ein Deal, der diese Woche zwischen Chevron und HELLENiQ ENERGY unterschrieben wurde. Chevron hält dabei 70% und führt das Projekt in Blöcken vor Kreta sowie im Ionischen Meer (Peloponnes). Geplant sind 2D- und 3D-Seismik-Untersuchungen – also Vorarbeiten, um mögliche Lagerstätten zu identifizieren.

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Die Türkei argumentiert, die Aktivitäten verletzten ein Seeabkommen mit Libyen aus 2019 sowie von Libyen bei den UN im Mai 2025 erklärte maritime Rechte. Das türkische Außenministerium kündigte Widerstand gegen „unilaterale Aktivitäten“ an – ein zusätzlicher Risikofaktor für Timing und Planbarkeit der Exploration.

Ölpreis als zusätzlicher Treiber

Parallel bewegt auch das Rohstoffumfeld die Stimmung. Am 19. Februar gerieten Ölpreise durch neue Spannungen im Persischen Golf unter Aufwärtsdruck. Als Treiber gelten Sorgen vor einer militärischen Eskalation rund um Iran – und damit möglichen Störungen an zentralen Lieferrouten wie der Straße von Hormus.

An der Börse bleibt die Aktie dennoch fest: Mit 185,50 USD notiert sie heute nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch und signalisiert damit, dass der Markt die Buffett-Aufstockung und das Ölpreis-Umfeld aktuell stärker gewichtet als die politischen Störgeräusche im Mittelmeer.

Im Blick bleibt, ob der Konflikt um die Seegrenzen konkrete Folgen für die geplanten seismischen Untersuchungen nach sich zieht – denn genau dort könnte aus politischem Lärm schnell ein operatives Problem werden.

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