DAX: Aktuelles Marktumfeld
Der deutsche Leitindex hat die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten zwar erobert, muss aktuell jedoch einen Teil der jüngsten Gewinne wieder abgeben. Während Rüstungs- und Industriewerte eine bemerkenswerte Stärke zeigen und das Börsenbarometer stützen, sorgt ein massiver Kurseinbruch beim Schwergewicht Bayer für Verunsicherung. Anleger stehen nun vor der Frage: Ist dies lediglich eine technische Verschnaufpause oder der Beginn einer tieferen Korrektur?
Rüstung und Industrie als Zugpferde
Trotz des aktuellen Rücksetzers zeigt sich eine klare Sektorrotation: Kapital fließt massiv aus der Chemiebranche in den Industrie- und Rüstungssektor. An der Spitze der Gewinnerliste steht Rheinmetall. Der Rüstungskonzern profitiert von der Genehmigung der EU-Kommission zur Übernahme der Militärsparte der Lürssen-Werft, was die Konsolidierungsfantasien in der Branche anheizt.
Auch klassische Zykliker stützen den Markt. Siemens und Heidelberg Materials verzeichnen eine robuste Nachfrage, was das anhaltende Interesse institutioneller Investoren an Substanzwerten unterstreicht. Im Technologiesektor sorgen positive Vorgaben des US-Konkurrenten Analog Devices für Rückenwind bei Infineon. Diese breite Aufstellung in der Industrie verhindert derzeit einen stärkeren Rutsch des Gesamtmarktes.
Belastungsfaktor Chemie
Das größte Hindernis für eine Fortsetzung der Rekordjagd ist die dramatische Entwicklung bei Bayer. Der Chemie- und Pharmariese schockte den Markt mit der Ankündigung, die Rückstellungen für den Glyphosat-Vergleich in den USA auf 11,8 Milliarden Euro zu erhöhen.
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Diese Nachricht ließ die anfängliche Euphorie verpuffen und zog den gesamten Sektor in Mitleidenschaft. Auch Konkurrenten wie Brenntag und BASF gerieten im Sog dieser Hiobsbotschaft unter Druck. Analysten der DZ Bank reagierten prompt mit einer drastischen Senkung des Kursziels für Bayer, was die nervöse Stimmung zusätzlich anheizt.
Der Blick auf die Zahlen
Nach der jüngsten Dynamik notiert der DAX aktuell bei 25.062,03 Punkten, was einem Tagesverlust von 0,86 % entspricht. Trotz dieses Rückgangs liegt der Index seit Jahresanfang mit 2,13 % im Plus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 25.420,66 Punkten verdeutlicht, dass der langfristige Aufwärtstrend zwar intakt ist, kurzfristig jedoch Widerstand besteht. Auch makroökonomisch bleibt das Umfeld gemischt: Während steigende Ölpreise den Energiesektor stützen, sorgen Gerüchte um die EZB-Spitze für Gesprächsstoff auf dem Parkett.
Für den weiteren Verlauf ist entscheidend, ob die Unterstützung bei 25.000 Punkten nachhaltig verteidigt werden kann. Sollte sich der Abgabedruck bei Bayer stabilisieren, hätten die Bullen dank der starken Industriewerte gute Chancen, den Aufwärtstrend zeitnah wieder aufzunehmen.
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