Chevron positioniert sich für einen möglichen Einstieg in eines der wichtigsten Ölfelder des Irak. Der Hintergrund ist geopolitisch: Der bisherige Betreiber Lukoil will unter dem Druck von US-Sanktionen internationale Assets verkaufen. Für Chevron könnte das eine seltene Gelegenheit sein – aber der Weg dorthin ist voller Genehmigungen und Konkurrenz.

Exklusive Gespräche für West Qurna 2

Chevron hat mit irakischen Staatsunternehmen vorläufige Vereinbarungen geschlossen, die auf eine Übernahme von Aktivitäten am Ölfeld West Qurna 2 hinauslaufen könnten. Zentral dabei: Chevron erhielt exklusive Verhandlungsrechte für zwölf Monate, um mit der Basra Oil Company über eine Übergabe des Managements zu sprechen.

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Das folgt auf eine Entscheidung des irakischen Kabinetts, die Betreiberrolle von Lukoil auf ein staatliches Unternehmen zu übertragen. Chevron macht jedoch klar: Bevor es zu einer operativen Übernahme kommt, fordert der Konzern neue Vertragsbedingungen.

Warum das Feld so begehrt ist

West Qurna 2 ist das zweitgrößte Ölfeld des Irak und fördert laut Bericht derzeit rund 460.000 Barrel pro Tag – etwa 0,5% des weltweiten Ölangebots. Lukoil hält aktuell 75% am Projekt und verdient über eine Gebühr von 1,15 US-Dollar pro Barrel.

Der Verkaufsdruck ist hoch: Lukoil hatte im November 2025 „force majeure“ erklärt. Zudem sollen US-Sanktionen vorgeben, dass der russische Konzern seine internationalen Assets bis Ende Februar 2026 verkauft haben muss. Kein Wunder also, dass der Irak signalisiert, lieber US-Firmen als neue Betreiber zu sehen.

Neben West Qurna 2 hat Chevron zudem Entwicklungsrahmen mit der Dhi Qar Oil Company und der North Oil Company vereinbart. Sie betreffen mögliche Arbeiten an den Feldern Balad und Nasiriyah sowie vier separate Explorationsblöcke in der Region.

Konkurrenz und Genehmigungen als Bremsklotz

Der Deal ist an strenge Freigaben gekoppelt – sowohl durch die irakische Regierung als auch durch die US-Behörde OFAC (Office of Foreign Assets Control). Parallel läuft ein Bieterwettbewerb: Chevron arbeitet mit Quantum Capital an einem Gegenangebot und steht damit in direkter Konkurrenz zur Carlyle Group.

Carlyle hat laut Bericht bereits eine vorläufige, nicht-exklusive Vereinbarung geschlossen, um den Großteil von Lukoils internationalem Öl- und Gasportfolio zu kaufen. Das Paket wird auf rund 22 Milliarden US-Dollar geschätzt. Entscheidend wird damit: Wer bekommt am Ende grünes Licht – und zu welchen Bedingungen?

Die Aktie markierte heute bei 157,14 € ein neues 52-Wochen-Hoch. Ob aus den exklusiven Gesprächen ein Abschluss wird, dürfte sich vor allem an den neu verhandelten Vertragskonditionen sowie den OFAC- und Irak-Freigaben in den kommenden Wochen und Monaten entscheiden.

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