Chevron nähert sich seinem 52-Wochen-Hoch – und das nicht ohne Grund. Während sich die Spannungen zwischen den USA und Iran zuspitzen, treibt der steigende Ölpreis die Aktie des Energie-Riesen an. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Präsenz im Mittelmeer massiv aus.

Ölpreis auf Sieben-Monats-Hoch

Die Rohöl-Notierungen liefern derzeit kräftigen Rückenwind. Brent-Crude notierte am Dienstagmorgen bei 71,49 Dollar je Barrel, US-Crude stieg auf 66,42 Dollar. Beide Benchmarks bewegen sich damit nahe ihrer höchsten Stände seit Ende Juli 2025.

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Verantwortlich dafür sind vor allem die Sorgen um eine militärische Eskalation zwischen den USA und Iran. Am Donnerstag steht in Genf die dritte Verhandlungsrunde zu einem möglichen Atomabkommen an. Die US-Regierung zog bereits am Montag nicht-essentielles Personal aus ihrer Botschaft in Beirut ab – ein deutliches Zeichen der Nervosität.

Iran führte zuletzt Militärübungen in der Straße von Hormus durch, einer Meerenge, durch die täglich rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs transportiert werden. SEB-Analysten warnen: Das Risiko liegt nicht unbedingt in einem Krieg als Basisszenario, sondern darin, dass eine einmal begonnene Eskalation schwer zu stoppen ist, sobald sich die Erwartungen verfestigt haben.

Offensive im Mittelmeer

Neben dem Ölpreis treibt Chevron auch operativ voran. Mitte Februar sicherte sich das Unternehmen vier Offshore-Blöcke vor der griechischen Küste – insgesamt rund 47.000 Quadratkilometer. Die Vereinbarung mit der Hellenischen Republik umfasst die Blöcke South Crete 1, South Crete 2, South of Peloponnese und Block A2. Chevron hält 70 Prozent als Betreiber, HELLENiQ ENERGY die restlichen 30 Prozent.

Das ist Teil einer größeren Strategie. Allein im Februar schloss Chevron weitere Deals ab: einen Onshore-Block in Libyen, Absichtserklärungen mit der Türkei und Syrien zur Erkundung von Explorationsmöglichkeiten sowie die Weiterentwicklung bestehender Gasfelder vor Israel und Zypern. Die griechische Vereinbarung verdoppelt die für Exploration verfügbare Meeresfläche des Landes.

Analysten heben Kursziel an

Melius Research stufte Chevron am 17. Februar auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel auf 205 Dollar. Die Begründung: Die Explorations- und Produktionsfläche des Konzerns sei um mehr als 50 Prozent gewachsen.

Institutionelle Investoren stocken ebenfalls auf. Vanguard erhöhte seine Position im dritten Quartal um 17,9 Prozent auf rund 183,8 Millionen Aktien. MUFG Securities Americas baute seinen Anteil sogar um 44,2 Prozent aus.

Solide Dividende

Chevron erhöhte kürzlich seine Quartalsdividende von 1,71 auf 1,78 Dollar je Aktie – das entspricht einer annualisierten Rendite von etwa 3,9 Prozent. Die Zahlung erfolgt am 10. März.

Die nächsten Quartalszahlen werden für den 1. Mai erwartet. Bis dahin dürfte die Entwicklung des Ölpreises – und damit die Lage am Persischen Golf – entscheidend bleiben.

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