Chevron Aktie: Neue Hoffnungsträger!
Chevron verkauft Randaktiva, baut gleichzeitig in den Kernregionen aus — und CEO Mike Wirth warnt öffentlich, dass die Ölmärkte eine historische Versorgungskrise noch nicht vollständig eingepreist haben. Die Aktie erreichte gestern ein neues Allzeithoch.
Angola-Verkauf schärft das Portfolio
Am 12. März gab Chevron den Verkauf von Beteiligungen an zwei Offshore-Blöcken in Angola an Energean bekannt. Der Basispreis liegt bei 260 Millionen Dollar — abhängig von Produktion und Ölpreisen könnte die Transaktion jedoch bis zu 510 Millionen Dollar einbringen. Energean übernimmt einen 31-Prozent-Anteil an Block 14 sowie einen 15,5-Prozent-Anteil an Block 14K. Zusätzlich sind jährliche Bonuszahlungen von bis zu 25 Millionen Dollar bis 2038 vereinbart, gedeckelt bei insgesamt 250 Millionen Dollar.
Angola verlässt Chevron damit nicht vollständig: Ein 39,2-Prozent-Anteil an Block 0 mit einer Tagesproduktion von rund 120.000 Barrel bleibt im Portfolio, ebenso wie Beteiligungen am Angola-LNG-Projekt.
Das freigesetzte Kapital fließt in Regionen mit höherem Wachstumspotenzial — Permian Basin, Golf von Mexiko und östliches Mittelmeer. Dort peilt das Management bis 2026 ein Produktionswachstum von sieben bis zehn Prozent an. Parallel dazu erhielt Chevron die Genehmigung des irakischen Ministerrats für ein Rahmenabkommen zum West-Qurna-2-Ölfeld, das täglich 480.000 Barrel produziert und rund 0,5 Prozent der globalen Versorgung ausmacht.
Wirth warnt vor unterschätzter Versorgungskrise
Auf der CERAWeek-Konferenz in Houston äußerte sich CEO Wirth am gestrigen Montag deutlich: Die Schließung der Straße von Hormuz habe physische Auswirkungen auf die globale Versorgung, die in den Terminkurven für Öl noch nicht angemessen abgebildet seien. Trotz eines Preisanstiegs von rund 60 Prozent seit Beginn des Iran-Konflikts lägen die Futures-Preise weiterhin deutlich unter dem Niveau, das die tatsächliche Knappheit — insbesondere bei Diesel und Kerosin in Asien — widerspiegele. Auch Düngemittel für die Landwirtschaft und Helium für die Halbleiterfertigung passieren die Straße von Hormuz, was den Versorgungsdruck zusätzlich verstärkt.
Gleichzeitig brachen die Ölpreise am gestrigen Handelstag um mehr als zehn Prozent ein, nachdem US-Präsident Trump in einem CNBC-Interview Verhandlungsbereitschaft mit dem Iran signalisierte. Der Mai-Kontrakt für US-Rohöl schloss bei 88,13 Dollar je Barrel.
Solide Cashflows stützen die Bewertung
Trotz eines Gewinnrückgangs von knapp 30 Prozent auf 12,48 Milliarden Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der bereinigte freie Cashflow — bereinigt um Erlöse aus Vermögensverkäufen — um mehr als 35 Prozent auf 20 Milliarden Dollar. Die Investitionsausgaben hat Chevron bis 2030 auf 18 bis 21 Milliarden Dollar jährlich gedeckelt. Das Unternehmen gibt an, Dividenden und Kapitalanforderungen selbst bei einem Brent-Preis unter 50 Dollar je Barrel aus dem laufenden Cashflow decken zu können — eine Aussage, die angesichts der aktuellen Preisvolatilität an Gewicht gewinnt.
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