Chevron Aktie: Analysten drehen auf
Mizuho hat das Kursziel für Chevron am Dienstag erneut angehoben — diesmal auf 217 Dollar. Das allein wäre keine Schlagzeile wert. Zusammen mit einer Reihe weiterer Upgrades, einem Ölpreis über 100 Dollar und einem Berkshire-Hathaway-Einstieg von über einer Milliarde Dollar verdichtet sich das Bild jedoch zu einem klaren Stimmungswechsel an der Wall Street.
Analyst für Analyst dreht positiv
Die Upgrades kamen in rascher Folge. Piper Sandler hob das Kursziel Anfang März von 179 auf 242 Dollar und stufte die Aktie auf „Overweight". Bank of America folgte kurz darauf mit einem neuen Ziel von 206 Dollar und einem „Buy"-Rating. Mizuho zog nun nach.
Hintergrund dieser Neubewertung ist vor allem der Ölpreis: Rohöl kletterte zuletzt über die Marke von 102 Dollar je Barrel. Ausgelöst wurde der Anstieg durch Spannungen rund um die Straße von Hormus — US-Verbündete zeigten sich zögerlich beim Schutz von Tankern in der Region. Chevron-Management warnte die Trump-Administration öffentlich vor wachsenden Versorgungsrisiken. Zusätzlich stützen chinesische Konjunkturmaßnahmen und unterdurchschnittliche europäische Lagerbestände die Nachfrageseite.
Umbau des Portfolios, Rückenwind aus Kasachstan
Parallel zum Marktumfeld formt Chevron sein Asset-Portfolio aktiv um. Die Beteiligungen an zwei Offshore-Blöcken in Angola wurden für einen Basispreis von 260 Millionen Dollar verkauft. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Position in Venezuela aus: Seit 2022 stieg die Produktion in venezolanischen Gemeinschaftsprojekten um mehr als 200.000 Barrel pro Tag — mit dem Potenzial, die Förderung in den nächsten 18 bis 24 Monaten um bis zu 50 Prozent zu steigern.
Ein weiterer Produktionstreiber ist das Tengiz-Erweiterungsprojekt in Kasachstan, das im Januar 2025 die erste Ölförderung aufnahm. Bei voller Kapazität soll es die Produktion um 260.000 Barrel täglich erhöhen. Die Produktionsprognose für 2026 liegt bei 3,98 bis 4,1 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag — ein Plus von sieben bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Berkshire Hathaway stockte seine Chevron-Position im vierten Quartal 2025 um rund 8,1 Millionen Aktien auf — ein Zukauf im Wert von geschätzten 1,23 Milliarden Dollar. Warren Buffetts Holdinggesellschaft hält damit Chevron-Anteile im Gesamtwert von knapp 20 Milliarden Dollar.
Starke Bilanz als Puffer
Chevrons Gewinnschwelle für Dividenden und Investitionen liegt unterhalb von 50 Dollar je Barrel Brent — ein erheblicher Puffer gegenüber dem aktuellen Preisniveau. Im Geschäftsjahr 2025 schüttete das Unternehmen einen Rekordwert von 27 Milliarden Dollar an die Aktionäre aus. Der Kurs notiert nahe seinem Allzeithoch und liegt damit rund 26 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt.
Am 24. April 2026 legt Chevron die nächsten Quartalszahlen vor — der erste konkrete Test, ob die ehrgeizige Produktionsguidance unter dem Eindruck volatiler Ölpreise Bestand hat. Im Juni folgt das jährliche Strategie-Update, bei dem Aktienrückkäufe und mögliche Sonderdividenden für die zweite Jahreshälfte auf der Agenda stehen.
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