Stellenabbau, Kraftakt in Nahost, Portfoliobereinigung und ein Vergleich mit dem US-Justizministerium — Chevron hat in kurzer Zeit eine Reihe weitreichender Entscheidungen getroffen. Der Energiekonzern befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau, der Struktur, Belegschaft und globale Präsenz gleichermaßen erfasst.

Stellenabbau und Kostenziele

Das Kernstück der Neuausrichtung ist ein massiver Personalabbau. Bis Ende 2026 will Chevron 15 bis 20 Prozent der weltweiten Belegschaft entlassen — das entspricht bis zu 9.000 Stellen. Das Ziel: Kosteneinsparungen von drei Milliarden Dollar. Bereits 2025 hatte das laufende Sparprogramm 1,5 Milliarden Dollar eingebracht; der erweiterte Zielkorridor liegt nun bei drei bis vier Milliarden Dollar.

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Parallel dazu hat Chevron am Leviathan-Gasfeld vor der israelischen Küste Force Majeure erklärt. Das Feld zählt zu den bedeutendsten Gasquellen im östlichen Mittelmeer und beliefert Abnehmer in Israel, Ägypten und Jordanien. Die Erklärung unterstreicht, wie stark geopolitische Risiken inzwischen in die operative Planung des Konzerns eingreifen.

Portfolioumbau und Regulierung

Beim Asset-Portfolio setzt Chevron auf selektiven Rückzug und gezielte Expansion. Die Beteiligungen an bestimmten angolanischen Ölblöcken werden für rund 260 Millionen Dollar an Energean veräußert. Gleichzeitig hat der irakische Ministerrat einem Abkommen zugestimmt, das Chevron stärker in die Förderung am West-Qurna-2-Feld einbindet — einem der größten Ölreservoire des Landes mit einer geschätzten Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag. Zusätzlich laufen Erdölabkommen in Venezuela.

Auf der regulatorischen Seite einigte sich Chevron mit dem US-Justizministerium auf einen Vergleich wegen Verstößen gegen das Renewable Fuel Standard-Programm des Clean Air Act. Der Konzern zahlt über eine Million Dollar Zivilstrafe und hat zudem mehr als zwei Millionen Renewable Identification Numbers (RINs) im Wert von rund 3,6 Millionen Dollar zurückgezogen. Hintergrund: Chevron hatte diese Kraftstoffgutschriften unrechtmäßig generiert und an Dritte verkauft.

Die Aktie markierte zuletzt ein neues 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn knapp 30 Prozent im Plus — ein Kursanstieg, der die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen bislang positiv begleitet. Ob der Konzern die gesetzten Kostenziele bis Ende 2026 tatsächlich erreicht, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Lage am Leviathan-Feld entwickelt.

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