Reichweitenangst im Winter und hohe Rohstoffkosten sind zwei der größten Hürden für die Elektromobilität. Der Weltmarktführer CATL adressiert nun genau diese Probleme und meldet entscheidende Fortschritte bei seiner Natrium-Ionen-Technologie. Nach erfolgreichen Tests unter extremen Bedingungen rückt die Markteinführung greifbar nahe – mit potenziell massiven Auswirkungen auf die Kostenstruktur der Branche.

Wintertest bei minus 30 Grad bestanden

Die Abhängigkeit von Lithium-Ionen-Akkus könnte bald sinken. CATL hat Berichten zufolge am Samstag den Startschuss für Wintertests seiner „Naxtra“-Natrium-Ionen-Batterien in Personenkraftwagen gegeben. In Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autobauer Changan demonstrierte die Technologie ihre Widerstandsfähigkeit: Selbst bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius funktionieren die Zellen effektiv.

Dieses Ergebnis ist für die Automobilindustrie von zentraler Bedeutung, da herkömmliche Akkus bei Kälte oft drastisch an Leistung verlieren. Die erfolgreichen Tests ebnen den Weg für den breiten Einsatz. Bereits Mitte 2026 soll die Technologie in Serienfahrzeugen Einzug halten, wobei Branchenkreise davon ausgehen, dass GAC Aion eines der ersten Modelle mit diesem System auf den Markt bringen wird. Ziel ist es, die Natrium-Technologie bis Ende des Jahres über vier Fahrzeugsegmente hinweg zu skalieren.

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Kostenvorteile als Treiber

Der strategische Schwenk hin zu Natrium ist nicht nur technologisch, sondern vor allem ökonomisch motiviert. Investoren bewerten diesen Schritt als Absicherung gegen die Volatilität der Lithiumpreise. Analysten von Morgan Stanley prognostizieren, dass Natrium-Ionen-Batterien in der Herstellung über 30 Prozent günstiger sein könnten als die gängigen Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen (LFP), sobald die Produktionskapazität 100 GWh erreicht. Bis 2029 strebt CATL eine Leistungsparität zu LFP-Akkus an.

Parallel dazu stärkt der Konzern seine Position im Premium-Segment durch eine neue Fünf-Jahres-Partnerschaft mit NIO. Der Fokus liegt hier auf langlebigen Batterien, die nach zwölf Jahren Nutzung noch 80 Prozent ihrer Kapazität aufweisen sollen – ein wichtiger Baustein für das wachsende Batteriewechsel-Netzwerk von NIO.

Kursentwicklung und Fazit

An der Börse wurde die Entwicklung zuletzt positiv aufgenommen. Die CATL-Aktie beendete den Handel am Freitag bei 350,00 CNY, was einem Tagesplus von 2,37 Prozent entspricht. Damit notiert das Papier zwar noch rund 11 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, konnte sich aber vom jüngsten Tief Ende Januar wieder etwas absetzen.

Mit der Kommerzialisierung der Natrium-Technologie eröffnet CATL einen neuen Wettbewerb um die günstigste Speicherlösung im Massenmarkt. Der Erfolg der Strategie wird nun maßgeblich davon abhängen, wie schnell die angekündigten Kostensenkungen bei Erreichen der industriellen Skalierung tatsächlich realisiert werden können.

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