Carl Zeiss Meditec Aktie: Bitterer Absturz
Die Aktie des Medizintechnik-Konzerns kennt seit Monaten nur eine Richtung: steil nach unten. Nach katastrophalen Quartalszahlen und einer kassierten Jahresprognose haben Anleger die Reißleine gezogen, was den Kurs innerhalb eines Jahres halbierte. Während das Management versucht, mit neuen Digitalprodukten gegenzusteuern, fragen sich Investoren: Ist das der Boden oder der Anfang einer noch tieferen Krise?
Quartalszahlen schocken Anleger
Der jüngste Ausverkauf hat fundamentale Gründe. Die am 12. Februar veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal offenbarten massive Probleme im operativen Geschäft. Während der Umsatz um knapp 5 Prozent auf 467 Millionen Euro zurückging, brach der Gewinn regelrecht ein. Das operative Ergebnis (EBITA) stürzte um 77 Prozent auf nur noch 8,1 Millionen Euro ab. Die Marge schrumpfte von ehemals stolzen 7,2 Prozent auf magere 1,7 Prozent zusammen.
Unter dem Strich rutschte Carl Zeiss Meditec sogar in die roten Zahlen und wies einen Verlust von 6 Cent je Aktie aus. Besonders das Geschäft in Amerika schwächelte mit einem Umsatzminus von fast 13 Prozent deutlich.
Prognose gestrichen, Unsicherheit bleibt
Als direkte Konsequenz aus dem schwachen Start zog der Vorstand die Reißleine und setzte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr aus. Die ursprünglichen Ziele sind nicht mehr haltbar. Verantwortlich hierfür sind neben der Kaufzurückhaltung in den USA vor allem Risiken in China. Dort droht durch staatliche Ausschreibungen (Volume-Based Procurement) bei Intraokularlinsen ein harter Preiskampf mit lokaler Konkurrenz.
Diese unsichere Gemengelage spiegelt sich im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 26,66 Euro und kämpft damit in unmittelbarer Nähe des 52-Wochen-Tiefs (25,46 Euro). Der Abstand zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt beträgt inzwischen über 38 Prozent, was den massiven Abwärtstrend technisch untermauert. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von über 54 Prozent zu Buche.
Hoffnungsträger Digitalisierung?
Inmitten dieser operativen Turbulenzen versucht das Unternehmen, den Fokus auf die Zukunft zu lenken. Mit dem Launch der Plattform „ZEISS Collaborative Care" will der Konzern die digitale Vernetzung von Augenärzten vorantreiben. Die Software soll den Datenaustausch und klinische Überweisungen effizienter gestalten. Ob diese strategische Initiative ausreicht, um das Vertrauen der Märkte kurzfristig zurückzugewinnen, ist angesichts der bilanziellen Probleme jedoch fraglich.
Entscheidung im Mai erwartet
Für Anleger heißt es nun warten. Spätestens am 12. Mai 2026 will das Unternehmen mit den Halbjahreszahlen eine aktualisierte Prognose vorlegen. Bis dahin sollte auch Klarheit über den Ausgang der wichtigen Ausschreibungen in China herrschen. Solange diese Risikofaktoren nicht ausgeräumt sind und keine nachhaltige Bodenbildung erkennbar ist, bleibt die Aktie ein heißes Eisen.
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