Der Schock über die jüngsten Quartalszahlen sitzt tief und zieht nun weitere Kreise. Nachdem der Medizintechnik-Konzern einen massiven Gewinneinbruch melden musste, reagieren Analysten am heutigen Montag mit reihenweisen Kurszielsenkungen. Die Experten sehen weiterhin zu viele Unsicherheiten im operativen Geschäft, was den Druck auf das Jenaer Unternehmen erhöht.

Analysten ziehen Konsequenzen

Gleich zwei Analysehäuser passten ihre Bewertungen zum Wochenstart an die neue Realität an. Die Deutsche Bank senkte das Kursziel von 34 auf 30 Euro. Analyst Falko Friedrichs bestätigte zwar das Votum „Hold“, begründete den Schritt jedoch mit dem anhaltenden Gegenwind für das Unternehmen. Die aktuelle Gemengelage sei schlicht mit zu vielen Risiken behaftet.

Fast zeitgleich korrigierte Bernstein Research die Erwartungen nach unten. Analystin Susannah Ludwig reduzierte das Ziel von 31 auf 28,50 Euro („Market-Perform“). Auch hier steht die fortbestehende Unsicherheit im Fokus, die sich aus den enttäuschenden Zahlen der Vorwoche ergibt. Bereits am Freitag hatte Goldman Sachs reagiert und das Ziel auf 36 Euro zurückgeschraubt.

Die Analysten-Updates im Überblick:
* Deutsche Bank: 30 € (zuvor 34 €)
* Bernstein Research: 28,50 € (zuvor 31 €)
* Goldman Sachs: 36 € (zuvor 42 €)

Margen-Einbruch alarmiert Markt

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Ursächlich für die skeptischen Stimmen ist der desolate Start in das Geschäftsjahr 2025/26. Die am 12. Februar vorgelegten Zahlen offenbarten massive Probleme in der Profitabilität. Während der Umsatz im ersten Quartal moderat um 4,8 Prozent auf 467 Millionen Euro nachgab, brach das operative Ergebnis (EBITA) dramatisch ein.

Statt 35,2 Millionen Euro im Vorjahr erwirtschaftete Carl Zeiss Meditec nur noch 8,1 Millionen Euro. Die EBITA-Marge schrumpfte von soliden 7,2 Prozent auf alarmierende 1,7 Prozent zusammen. Das Management führt diesen Absturz auf einen ungünstigen Produktmix und negative Währungseffekte zurück, doch das Hauptproblem liegt geographisch woanders.

Sorgenkind China

Das China-Geschäft, einst Wachstumsmotor, erweist sich zunehmend als Bremsklotz. Neben einer generellen Kaufzurückhaltung belastet der Ausschluss bifokaler Linsen aus einer staatlichen Ausschreibung (VBP-Tender) die Erlöse spürbar. Um die Kostenstruktur zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit vor Ort zu sichern, plant der Konzern nun, die Fertigungskapazitäten stärker direkt nach China zu verlagern.

Investoren richten ihren Blick jetzt auf den Mai. Spätestens dann will das Management eine konkretisierte Prognose für das Gesamtjahr vorlegen, die Aufschluss darüber geben muss, ob die Gewinnschwäche ein temporäres Phänomen bleibt oder das Geschäftsjahr dauerhaft belastet.

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