Das französische Biotech-Unternehmen Carbios geht juristisch in die Offensive. Mit einer Strafanzeige wegen Verleumdung reagiert die Führung auf eine monatelange „Destabilisierungsoperation“, während das zentrale Industrieprojekt in Longlaville weiterhin auf der Stelle tritt.

Vorwurf der gezielten Destabilisierung

Die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Lyon richtet sich gegen Angriffe auf das Unternehmen und seine Führungskräfte. Der Vorstand stellte sich geschlossen hinter die Geschäftsleitung und wies alle Anschuldigungen zurück. Details zu den Hintermännern oder der genauen Art der Vorwürfe bleiben unter Verschluss. Der juristische Schritt signalisiert eine klare Verteidigungshaltung in einer operativ angespannten Phase.

Finanzierungslücke bremst Longlaville-Werk

Abseits der Gerichtssäle kämpft Carbios mit Stillstand. Die Bauarbeiten am Prestigeprojekt in Longlaville ruhen seit über einem Jahr. Ursprünglich für 2025 geplant, wird die Inbetriebnahme der PET-Biorecycling-Anlage nun erst für das erste Halbjahr 2028 angestrebt. Die entscheidende Hürde bleibt das Kapital. Bis Ende März 2026 muss die zusätzliche Finanzierung gesichert sein, um den neuen Zeitplan nicht zu gefährden.

Expansionspläne im asiatischen Markt

Trotz der Probleme in Frankreich gibt es Fortschritte im Ausland. In China soll noch im ersten Quartal 2026 der Bau einer Anlage mit dem Partner Wankai New Materials beginnen. Zudem sind bereits 50 % der künftigen Kapazitäten für das Werk in Longlaville durch Abnahmeverträge mit der Getränkeindustrie reserviert.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit jedoch deutlich wider. Die Aktie notiert heute bei 7,95 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 31,6 % an Wert verloren. Mit einem Abstand von fast 48 % zum 52-Wochen-Hoch bei 15,19 Euro sucht das Papier nach einem Boden. Schafft es das Management, bis Ende des Monats die Finanzierung für Longlaville zu finalisieren, könnte die operative Story wieder in den Fokus rücken.

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