Der Nahostkonflikt hat den globalen Ölmarkt in eine Ausnahmesituation versetzt. Die nahezu vollständige Schließung der Straße von Hormus entzog dem Weltmarkt rund 20 Millionen Barrel pro Tag — ein Angebotsschock ohne historisches Vorbild. Für Petrobras kommt diese Entwicklung zu einem Moment operativer Stärke.

Ölpreisschock und die IEA-Antwort

Die Golfstaaten reagierten auf die Unterbrechung mit Produktionskürzungen von mindestens 10 Millionen Barrel täglich. Brent-Rohöl kletterte daraufhin am 12. März erstmals seit fast vier Jahren über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel.

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Die Internationale Energieagentur (IEA) versuchte gegenzusteuern: Sie koordinierte die bislang größte Notreserven-Freigabe ihrer Geschichte — 400 Millionen Barrel aus den Beständen ihrer 32 Mitgliedsländer. Allein die USA steuern 172 Millionen Barrel aus ihrer Strategischen Petroleum Reserve bei, der Abruf soll kommende Woche beginnen.

Meilenstein im Santos-Becken

Während die Märkte die Lage einpreisen, liefert Petrobras operativ: Am 2. März nahm die FPSO-Plattform P-78 im Búzios-Feld die Gasinjektionsoperationen auf — lediglich 61 Tage nach der ersten Ölförderung am 31. Dezember 2025. Die Einheit kann täglich 180.000 Barrel Öl und 7,2 Millionen Kubikmeter Gas verarbeiten und ist ein zentrales Element der Strategie zur Ausweitung der Förderung im brasilianischen Pre-Salt-Becken.

Finanziell steht das Unternehmen solide da. Im vierten Quartal 2025 erzielte Petrobras Umsätze von 23,61 Milliarden US-Dollar. Im Gesamtjahr 2025 flossen zudem 277,6 Milliarden Reais an Steuern und Abgaben an den brasilianischen Staat — ein Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Aktie markierte gestern mit 7,06 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn rund 42 Prozent im Plus. Ob der hohe Ölpreis anhält, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die IEA-Reserven Wirkung zeigen und ob sich die Lage am Persischen Golf stabilisiert.

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