Volkswagen Aktie: Stiller Alarm!
Der Gewinneinbruch ist dokumentiert, das Sanierungsprogramm läuft — und 2026 wird zeigen, ob Volkswagen die Kurve bekommt. Mit der Vorlage der Konzernbilanz für 2025 offenbart sich das ganze Ausmaß eines historisch schwachen Jahres. Gleichzeitig formuliert der Konzern Ziele, die noch vor Kurzem als selbstverständlich galten.
Ein Jahr des Aufholens — mit ernüchternden Zahlen
Das operative Ergebnis des Konzerns brach 2025 um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein. Der Nettogewinn fiel von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro. Als Haupttreiber nennt VW US-Zölle, Währungseffekte — und den nahezu vollständigen Gewinnkollaps bei Porsche, dessen operative Marge von 14,5 Prozent auf gerade noch 0,3 Prozent abrutschte.
Die Kernmarke VW Pkw hielt sich vergleichsweise stabil: 3,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge, ein leicht gestiegener operativer Gewinn von 2,61 Milliarden Euro. Der Umsatz sank allerdings von 88,3 auf 86,6 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite verbesserte sich minimal von 2,9 auf 3,0 Prozent — weit entfernt von den einst für 2026 angestrebten 6,5 Prozent, die das Unternehmen Anfang 2025 um drei Jahre nach hinten verschoben hat.
Markenchef Thomas Schäfer sprach von einem „Jahr des Aufholens" und räumte ein, noch lange nicht am Ziel zu sein.
50.000 Stellen, 15 Milliarden Euro Einsparungen
Parallel zur Bilanzvorlage konkretisiert sich das größte Restrukturierungsprogramm der jüngeren Konzerngeschichte. Bis 2030 sollen konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen — davon 35.000 allein bei der Kernmarke. Mehr als 25.000 Austritte sind bereits vertraglich vereinbart, umgesetzt über Altersteilzeit und Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen sind mit der IG Metall ausgeschlossen.
Das Sparziel: 15 Milliarden Euro jährlich. Der Abbau betrifft neben der Kernmarke auch Audi, Porsche und die Softwareeinheit Cariad.
Ausblick: Erholung mit Fragezeichen
Für 2026 peilt der Konzern eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent an — eine Erholung gegenüber den 2,8 Prozent des Vorjahres, aber weiterhin deutlich unter früheren Zielmarken. CEO Oliver Blume setzt auf „strikte Kosten- und Investitionsdisziplin"; langfristig soll die Marge bis 2030 auf 8 bis 10 Prozent steigen.
Auf der Produktseite kündigt Volkswagen für 2026 über 20 neue Modelle an, rund die Hälfte davon rein elektrisch. Im europäischen E-Fahrzeugsegment hält der Konzern bereits einen Marktanteil von 27 Prozent. In China, wo lokale Hersteller wie BYD und Geely technologisch aufholen, setzt VW auf eine „In China für China"-Strategie mit lokaler Entwicklung und eigenen Lieferketten.
Die Aktie notiert mit einem Minus von knapp 13 Prozent seit Jahresbeginn und liegt rund 8 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Restrukturierung und Neuausrichtung laufen — die Margenziele für 2026 werden zur ersten belastbaren Probe, ob der eingeschlagene Kurs trägt.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








