Canopy Growth kämpft sich Schritt für Schritt aus der Verlustzone. Die gestern vorgelegten Quartalszahlen zeigen zwar stagnierende Umsätze, doch unter der Oberfläche greifen die strikten Sparmaßnahmen des Managements. Während die Analystenerwartungen beim Umsatz übertroffen wurden, stellt sich die entscheidende Frage: Reicht das aktuelle Tempo aus, um das Ziel der Profitabilität im nächsten Jahr zu erreichen?

Überraschung beim Umsatz

Mit einem Konzernumsatz von 74,5 Millionen CAD im dritten Quartal übertraf das Cannabis-Unternehmen die Prognosen der Wall Street, die lediglich mit 70,5 Millionen CAD gerechnet hatten. Im Jahresvergleich trat der Umsatz zwar auf der Stelle, doch die Profitabilität verbesserte sich deutlich. Der Nettoverlust verringerte sich um beachtliche 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der bereinigte EBITDA-Verlust schrumpfte um 17 Prozent auf nunmehr 2,9 Millionen CAD.

Verantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem eine disziplinierte Kostenkontrolle sowie eine solidere Verkaufsabwicklung. Seit März 2025 konnte das Unternehmen durch Personalabbau und reduzierte Ausgaben für Drittanbieter jährlich rund 29 Millionen CAD einsparen.

Heimatmarkt stützt, Ausland schwächelt

Der kanadische Heimatmarkt erwies sich als verlässliche Stütze für Canopy Growth. Das Segment für medizinisches Cannabis legte um 15 Prozent zu, getrieben durch eine höhere Anzahl versicherter Patienten und größere Bestellvolumina. Auch das Geschäft mit Cannabis für den Freizeitgebrauch wuchs um 8 Prozent, unterstützt durch neue Produkte wie "Infused Pre-Rolls" und Vapes der Marken Tweed und 7ACRES.

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Sorgen bereitet hingegen das internationale Geschäft. Hier brachen die Umsätze im Jahresvergleich um 31 Prozent ein, was das Unternehmen primär mit Lieferkettenproblemen in Europa begründete. Immerhin zeigte sich im Vergleich zum direkten Vorquartal eine Erholung von 22 Prozent.

Margendruck und Bilanzkosmetik

Trotz der Fortschritte bei den Kosten bleibt die Profitabilität eine Herausforderung. Die Bruttomarge fiel von 32 auf 29 Prozent, belastet durch den schwächeren internationalen Absatz und einen ungünstigeren Produktmix. Auch bei der Tochtergesellschaft Storz & Bickel sank die Marge, bedingt durch Zölle auf US-Importe und geringere Verkaufsmengen im Jahresvergleich. Dennoch verzeichnete die Vaporizer-Sparte saisonbedingt einen starken Anstieg von 45 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Finanziell hat sich Canopy Growth Luft verschafft. Zum Stichtag 31. Dezember verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von 371 Millionen CAD. Eine im Januar durchgeführte Umschuldung verlängert zudem die Laufzeiten aller ausstehenden Verbindlichkeiten bis ins Jahr 2031.

Ausblick

Finanzchef Tom Stewart bekräftigte das Ziel, im Geschäftsjahr 2027 ein positives bereinigtes EBITDA zu erreichen. Unterstützen soll dabei auch die geplante Übernahme von MTL Cannabis, die noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden soll. Anleger honorierten den Mix aus Kostensenkungen und Umsatzstabilität: Die Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem leichten Plus von 1,9 Prozent.

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