Cameco Aktie: Gleichförmige Geschäftszahlen
Trotz eines frischen Milliardenauftrags aus Indien und soliden Quartalszahlen gerät der Uranproduzent Cameco an der Börse ins Stolpern. Am Freitag schickten Investoren das Papier auf ein Zweimonatstief. Verantwortlich für den Kursrutsch sind stockende Verhandlungen bei der Beteiligung Westinghouse sowie ein möglicher Kurswechsel der US-Regierung bei ihren Atomkraft-Plänen.
Hürden im Kraftwerksgeschäft
Cameco hält 49 Prozent an dem Kernreaktorentwickler Westinghouse. Genau hier hakt es derzeit. Das US-Energieministerium prüft aktuell alternative Optionen für seine Nuklearinitiativen und führt bereits Gespräche mit Konkurrenten wie GE Vernova und der südkoreanischen KEPCO. Der Grund für die Verzögerungen bei Westinghouse liegt in der Finanzierung. Den aktuellen staatlichen Optionen fehlt eine Versicherung gegen Kostenüberschreitungen, was die laufenden Verhandlungen verkompliziert.
Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Uran-Spotpreise nach einem starken Jahresauftakt 2026 zuletzt wieder abkühlten. Diese Kombination bescherte der Aktie am Freitag ein hohes Handelsvolumen von über 6,5 Millionen Stück und ein Minus von 6,4 Prozent auf 105,00 US-Dollar.
Operativ auf Kurs
Abseits der politischen Verhandlungen zeigt sich das Kerngeschäft äußerst robust. Erst Anfang März sicherte sich Cameco einen Neunjahresvertrag mit dem indischen Atomenergieministerium. Das Abkommen hat ein Volumen von 2,6 Milliarden US-Dollar und umfasst die Lieferung von 22 Millionen Pfund Uranerzkonzentrat für 24 Reaktoren ab dem Jahr 2027. Dafür sind keine neuen Minenprojekte nötig. Das Material stammt aus bestehenden Anlagen in Nord-Saskatchewan, primär aus den Minen Cigar Lake und McArthur River.
Auch die jüngsten Finanzdaten stützen das Fundament. Im vierten Quartal stieg der Umsatz leicht auf 1,2 Milliarden kanadische Dollar, während der bereinigte Gewinn um 38 Prozent kletterte. Die operative Marge liegt bei soliden 18,4 Prozent.
Konkrete Ziele für 2026
Für das laufende Jahr hat das Management klare operative Vorgaben definiert. Die Prognose stützt sich auf eine erwartete Gesamtproduktion von 19,5 bis 21,5 Millionen Pfund Uran, wovon allein knapp die Hälfte aus der Cigar-Lake-Mine stammen soll. Die finanziellen Eckdaten für 2026 setzen sich wie folgt zusammen:
- Erwarteter Uran-Umsatz: 2,54 bis 2,73 Milliarden kanadische Dollar
- Kalkulierter Durchschnittspreis: 85,00 bis 89,00 kanadische Dollar pro Pfund
- Geplanter Umsatz im Segment Brennstoffdienstleistungen: bis zu 630 Millionen kanadische Dollar
Mit diesen Zielvorgaben und dem gesicherten Indien-Auftrag im Rücken verfügt Cameco über eine verlässliche Basis im Fördergeschäft. Die kurzfristige Kursentwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, ob Westinghouse bei den US-Regierungsaufträgen einen tragfähigen Kompromiss zur Kostenabsicherung findet.
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