Cameco hat sich in Indien einen Uran-Liefervertrag im Volumen von knapp 2,6 Mrd. C$ gesichert. Trotzdem geriet die Aktie danach spürbar unter Druck. Der Rücksetzer wirkt weniger wie ein firmenspezifisches Problem, sondern eher wie eine Risikoaversion im gesamten Uran-Sektor – doch wie viel Rückenwind liefert der Deal tatsächlich?

2,6 Mrd. C$ für Lieferungen bis 2035

Der kanadische Konzern unterzeichnete während des ersten offiziellen Indien-Besuchs von Premierminister Mark Carney ein Abkommen mit Indiens Department of Atomic Energy. Geliefert werden sollen zwischen 2027 und 2035 knapp 22 Mio. Pfund Uranerzkonzentrat (U3O8) zu marktbezogenen Preiskonditionen.

Cameco bezifferte den geschätzten Vertragswert auf Basis eines Uranpreises von 86,95 US-Dollar je Pfund. Es ist nicht das erste Geschäft dieser Art: Ein vorheriger Fünfjahresvertrag mit Indien lief ab 2015.

Der Deal war Teil einer breiter angelegten Annäherung zwischen Indien und Kanada. Beide Seiten sprachen von einem „landmark deal“ für langfristige Uranversorgung, einem neuen Verteidigungsdialog und dem Ziel, den bilateralen Handel bis 2030 auf 50 Mrd. US-Dollar zu steigern.

Indiens Ausbaupläne untermauern die Nachfrage: Das Land betreibt 24 Reaktoren (7.943 MW) und baut sechs weitere, die 4.768 MW hinzufügen sollen. Bis 2047 peilt Indien 100 GW Nuklearkapazität an. Im Dezember 2025 wurden zudem gesetzliche Änderungen beschlossen, um private Investitionen zu erleichtern und Haftungsregeln zu lockern, die Neubauten gebremst hatten. Laut TD-Cowen-Analyst Craig Hutchison entspricht das Vertragsvolumen grob rund 12% der jährlichen Cameco-Produktion an Uranerzkonzentrat.

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Aktie unter Druck – Sektor zieht zurück

Trotz der positiven Schlagzeile blieb die Aktie in den Tagen danach unter Verkaufsdruck. Am Freitag lag das Papier im Handel 3,9% im Minus und rutschte zeitweise bis auf 108,66 US-Dollar; zuletzt wurden 109,77 US-Dollar bezahlt. Per Freitag (im Artikel: 6. März 2026) entsprach das einem Wochenminus von 7,36% auf 109,68 US-Dollar.

Als Erklärung nennt der Quelltext vor allem eine breitere Korrektur bei uranbezogenen Aktien, ausgelöst durch nachlassende Dynamik beim Uranpreis. Der Spotpreis kühlte im Februar gegenüber den Hochs im Januar ab. Uran-Futures wurden zuletzt im Bereich der mittleren 80 US-Dollar je Pfund genannt, nach einem Rückgang von den späten Januar-Hochs.

Auffällig war außerdem der Optionsmarkt: Am Freitag stieg die Aktivität deutlich, mit 28.210 gekauften Put-Optionen. Das lag laut Artikel 942% über dem üblichen Volumen von 2.706 – ein Zeichen für erhöhte Vorsicht.

Zahlen, Beteiligungen und Bewertung

Zuletzt hatte Cameco am 13. Februar Quartalszahlen vorgelegt. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,36 US-Dollar und damit 0,07 US-Dollar über der Konsensschätzung von 0,29. Der Umsatz erreichte 874,57 Mio. US-Dollar (Erwartung: 782,13 Mio.) und lag 1,5% über dem Vorjahresquartal.

Im Ausblicksteil verweist der Quelltext auf die hohe Bewertung: Das KGV wird mit 117,73 angegeben. Damit preist der Markt viel erwartetes Wachstum ein – eine Prämie, die anfälliger wird, falls Uranpreise seitwärts laufen oder geopolitische Faktoren Lieferketten stören.

Konkret genannt wird zudem Global Laser Enrichment (GLE): Im Januar 2026 erhielt GLE eine Förderzusage des US-Energieministeriums. Eine erfolgreiche externe Validierung im Oktober 2025 habe das Risiko der Cameco-Beteiligung (49%) deutlich reduziert; ein kommerzieller Produktionsstart ist für 2030 vorgesehen.

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