AeroVironment Aktie: Branchenerwartungen übertroffen?
Der US-Rüstungskonzern AeroVironment verzeichnet aktuell ein massives Umsatzwachstum und füllt seine Auftragsbücher mit lukrativen Drohnen-Verträgen der US-Armee. Gleichzeitig trüben verfehlte Quartalserwartungen und der Verlust eines wichtigen Raumfahrtprojekts das Bild. Diese Diskrepanz ruft nun institutionelle Investoren auf den Plan, die die aktuelle Bewertung für einen Einstieg nutzen.
Institutionelles Interesse am Laser-Potenzial
Die Investmentfirma Kadensa Capital hat laut jüngsten Marktdaten eine signifikante neue Position bei AeroVironment aufgebaut und 74.160 Anteile im Wert von rund 23,35 Millionen US-Dollar erworben. Das Interesse lässt sich teilweise durch die technologischen Fortschritte des Unternehmens erklären. Erst kürzlich demonstrierte der Konzern im US-Fernsehen sein neues Laser-Abwehrsystem LOCUST. Die Technologie besticht durch extreme Kosteneffizienz, da ein Schuss nur wenige Dollar kostet – ein enormer wirtschaftlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Abfangraketen, die bis zu vier Millionen Dollar verschlingen können, um vergleichsweise günstige Drohnen zu zerstören.
Starkes Wachstum, verfehlte Erwartungen
Operativ läuft es auf den ersten Blick hervorragend. Im dritten Quartal 2026 steigerte der Konzern seinen Umsatz im Jahresvergleich um beachtliche 143 Prozent auf 408,05 Millionen Dollar. Allerdings reichte dieser Sprung nicht aus, um die hohen Markterwartungen von knapp 488 Millionen Dollar zu erfüllen. Auch der Gewinn je Aktie verfehlte mit 0,64 Dollar die Prognosen leicht. Diese verfehlten Ziele spiegeln sich im aktuellen Kursbild wider: Mit einem Preis von 183,05 Euro notiert das Papier seit Jahresbeginn rund 16 Prozent im Minus.
Lichtblicke und ein teurer Rückschlag
Ein solider Puffer bleibt der finanzierte Auftragsbestand, der im Jahresvergleich um 47 Prozent zulegte. Die US-Armee sorgt mit jüngsten Bestellungen für das Switchblade-System im Wert von 186 Millionen Dollar für verlässliche Einnahmen. Um die steigende Nachfrage aus den global wachsenden Verteidigungsbudgets zu bedienen, baut AeroVironment seine Produktionskapazitäten derzeit auf ein jährliches Volumen von zwei Milliarden Dollar aus. Die Finanzierung des Wachstums wurde kürzlich durch eine Schuldenemission in Höhe von 727 Millionen Dollar abgesichert.
Einen empfindlichen Dämpfer gab es jedoch abseits des Drohnengeschäfts. Die Stornierung des BADGER-Vertrags durch die US Space Force führte zu einer Wertminderung von 151 Millionen Dollar und strich rund 1,5 Milliarden Dollar aus dem unfinanzierten Auftragsbestand. Zusätzlich sieht sich das Unternehmen mit einer Untersuchung der Kanzlei Pomerantz bezüglich möglicher wertpapierrechtlicher Bedenken konfrontiert.
Trotz der jüngsten Hürden bewerten Marktbeobachter die langfristige Positionierung im Markt für unbemannte Systeme überwiegend positiv. Analysten empfehlen die Aktie im Konsens als "Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 318 US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 plant das Management von AeroVironment nun mit einem Gewinn je Aktie in der Spanne von 2,75 bis 3,10 Dollar.
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