Cameco Aktie: Rekordauftrag
Cameco hat einen der größten Uranverträge seiner Unternehmensgeschichte unter Dach und Fach gebracht. Das kanadische Unternehmen wird Indien über neun Jahre mit Uran beliefern – ein Deal mit einem geschätzten Volumen von rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung unterstreicht den wachsenden Wettlauf um langfristige Brennstoffversorgung im Nuklearbereich.
Neun Jahre, 22 Millionen Pfund
Cameco wird dem indischen Department of Atomic Energy von 2027 bis 2035 knapp 22 Millionen Pfund Urankonzentrat (U3O8) liefern. Die Preisgestaltung orientiert sich an marktüblichen Konditionen. Bei einem Basispreis von 86,95 US-Dollar pro Pfund – dem Durchschnitt der Spotpreise von UxC und TradeTech zum 28. Februar 2026 – ergibt sich der geschätzte Gesamtwert.
Die Vereinbarung wurde während eines Besuchs des kanadischen Premierministers Mark Carney in Mumbai und Neu-Delhi unterzeichnet. Cameco-CEO Tim Gitzel war bei der Zeremonie anwesend, ebenso wie Indiens Premierminister Narendra Modi und Saskatchewan-Premier Scott Moe.
Indien baut massiv aus
Indien betreibt derzeit 24 Reaktoren und plant bis 2047 eine Nuklearkapazität von 100 Gigawatt. Diese ambitionierte Expansion schafft dauerhaften Bedarf an Uranbrennstoff und macht das Land zu einem strategisch wichtigen Abnehmer.
Der neue Vertrag belebt eine Handelsbeziehung, die 2015 erstmals etabliert wurde. Damals begann Cameco mit Lieferungen im Rahmen eines Fünfjahresvertrags. Der neue Deal übertrifft den vorherigen sowohl in Umfang als auch Laufzeit deutlich.
Die Vereinbarung ist Teil einer neu angekündigten strategischen Energiepartnerschaft zwischen Kanada und Indien. Zusätzlich wurden Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien und erneuerbaren Energien unterzeichnet.
Souveräne Käufer sichern sich ab
CEO Gitzel verwies auf einen Trend: "Diese Nachfrage unterstreicht, dass staatliche Käufer zunehmend große Mengen bei mehreren Lieferanten festschreiben – in einer Phase, in der die Nachfrage weiter wächst, während verfügbare Lieferungen unsicherer und knapper werden."
Auch Kasachstans staatliches Atomunternehmen Kazatomprom sucht derzeit eine Zustimmung der Aktionäre für einen langfristigen Vertrag mit Indiens Department of Atomic Energy. Der Wettbewerb um souveräne Lieferverträge intensiviert sich.
Starke Zahlen im Rücken
Der Indien-Deal kommt nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025. Der Nettogewinn stieg um 418 Millionen US-Dollar gegenüber 2024, der bereinigte Nettogewinn um 335 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA kletterte um rund 398 Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar.
Der Umsatz erreichte 3,48 Milliarden kanadische Dollar, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gewinne sprangen um 243 Prozent auf 589,58 Millionen Dollar.
Cameco produzierte 2025 insgesamt 21 Millionen Pfund Uran und übertraf damit die eigene Prognose von bis zu 20 Millionen Pfund. In Cigar Lake wurden 19,1 Millionen Pfund gefördert, 1,1 Millionen mehr als erwartet. McArthur River/Key Lake erfüllte die Vorgaben mit 15,1 Millionen Pfund.
Die Dividende wurde um ein Jahr vorgezogen auf 0,24 kanadische Dollar je Aktie angehoben – ursprünglich war diese Erhöhung erst für 2026 geplant.
Westinghouse als zweites Standbein
Die Beteiligung an Westinghouse entwickelt sich zum stabilen Zusatzgeschäft. Das US-Unternehmen generiert wiederkehrende Einnahmen aus Wartung und Brennstofffertigung – unabhängig von Schwankungen des Uranpreises. Eine Partnerschaft mit der US-Regierung für Reaktorprojekte im Umfang von über 80 Milliarden Dollar könnte weitere langfristige Brennstoffverträge nach sich ziehen.
Marktausblick: Struktureller Nachfrageüberhang
Versorgungsunternehmen suchen verstärkt nach zuverlässigen Lieferanten. Sekundärbestände gehen zur Neige, während neue Produktionskapazitäten mit längeren Vorlaufzeiten, Inflationsdruck und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert sind.
Cameco hat rund 230 Millionen Pfund Uran in langfristigen Verträgen gebunden. Mit dem Indien-Deal festigt das Unternehmen seine Position als bevorzugter Lieferant staatlicher Abnehmer in einem Markt, der strukturell wächst und auf der Angebotsseite unter Druck steht. Die nächsten Jahre dürften zeigen, ob weitere Großverträge dieser Art folgen.
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