BYD treibt seine internationale Expansion voran und setzt sich für 2026 ein klares Verkaufsziel außerhalb Chinas. Gleichzeitig verlangsamt sich das Wachstum im Heimatmarkt, der von hartem Preiswettbewerb geprägt ist. Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob das Auslandsgeschäft die Schwäche in China ausreichend abfedern kann.

Ambitionierte, aber reduzierte Ziele für 2026

BYD peilt für das laufende Jahr 1,3 Millionen verkaufte Fahrzeuge in Märkten außerhalb Chinas an. Das wäre ein Anstieg von knapp 25 % gegenüber den rund 1,05 Millionen Auslieferungen ins Ausland im Jahr 2025. Der Konzern hatte seine internationalen Aktivitäten zuletzt deutlich ausgeweitet und ist inzwischen in mehr als 110 Ländern und Regionen präsent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

Im Vergleich zu früheren Signalen wirkt das neue Ziel jedoch etwas vorsichtiger. Ein Citi-Bericht aus November, gestützt auf Gespräche mit dem Management, hatte noch einen möglichen Zielkorridor von 1,5 bis 1,6 Millionen Auslandsverkäufen genannt. Die nun kommunizierte Spanne dürfte deshalb auch die Erwartungen an das Tempo der globalen Expansion justieren.

Schwächeres Wachstum in China, Schub aus Europa und Asien

Parallel zur verschärften Auslandsstrategie steht BYD im Heimatmarkt unter Druck. Ein seit 2023 anhaltender Preiskampf im chinesischen Automobilsektor hat die Margen vieler Hersteller belastet und die Behörden dazu veranlasst, vor überzogener Konkurrenz zu warnen. Das Wachstum der Inlandsverkäufe von BYD verlangsamte sich im vergangenen Jahr auf 7,7 % – den schwächsten Wert seit fünf Jahren.

Im Ausland setzt der Konzern auf mehrere Wachstumstreiber:

  • Europa: In der EU legten die Verkäufe 2025 um 227,8 % zu. Der Marktanteil stieg von 0,4 % auf 1,2 %, während Wettbewerber wie Tesla im selben Zeitraum rückläufige Neuzulassungen verzeichneten.
  • Südkorea: Für dieses Jahr plant BYD dort mehr als 10.000 verkaufte Fahrzeuge, ein Plus von 64 % gegenüber 2025. Zur Unterstützung sollen drei neue Modelle eingeführt und das Händler- und Servicenetz ausgebaut werden.
  • Neue Modelle in Schwellenmärkten: Mit der Einführung der Elektro-SUVs Sealion 7 und Atto 2 in Ländern wie Pakistan zielt BYD verstärkt auf aufstrebende Automärkte.

Damit versucht der Konzern, seine Wachstumsbasis breiter zu streuen und weniger abhängig von der Marktentwicklung in China zu sein. Ob die internationalen Zuwächse ausreichen, um die verlangsamte Dynamik im Heimatmarkt zu kompensieren, dürfte wesentlich vom Erfolg in Europa und ausgewählten asiatischen Märkten abhängen.

Technologie und Partnerschaften als Wettbewerbsvorteil

Neben der geografischen Expansion setzt BYD auf technologische Differenzierung und Kooperationen. Der Konzern will seine Zusammenarbeit mit ExxonMobil vertiefen, mit Schwerpunkt auf Hybridtechnologie. Grundlage ist eine am 26. Januar unterzeichnete Absichtserklärung, die an eine bestehende Partnerschaft anknüpft. Diese hatte bereits zu einem speziell entwickelten Motoröl für Plug-in-Hybride geführt.

Ein zentrales Schaufenster für die technische Kompetenz ist der neue SUV Sealion 7. Er nutzt BYDs eigene Blade Battery, die per Cell-to-Body-Technologie direkt in die Fahrzeugstruktur integriert wird. Die Performance-Variante bringt 390 kW Leistung auf die Straße und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden.

Die Kombination aus vertikal integrierter Batterietechnologie, leistungsstarken Modellen und ausgebauten Partnerschaften bildet damit den Kern von BYDs Wettbewerbsstrategie im globalen Elektro- und Hybridfahrzeugmarkt.

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...