Die Aktie von BYD setzte ihren schwächeren Verlauf fort und gab im aktuellen Handel um 1,73 % nach. Der Kurs fiel auf 10,52 Euro. Damit bleibt das Papier deutlich unterhalb der Marke, an der sich zuletzt eine technische Wende hätte abzeichnen können. Die 100-Tage-Linie verläuft bei 11,19 Euro und bleibt außer Reichweite. In den vergangenen Sitzungen nutzte die Aktie positive Impulse an den Börsen nicht, um diese Schwelle zu erreichen.

Diese Zurückhaltung spiegelt eine verbreitete Skepsis gegenüber chinesischen Unternehmen wider. Internationale Handelsbeziehungen stehen derzeit verstärkt zur Diskussion. Marktteilnehmer reagieren darauf mit Vorsicht und reduzieren Engagements in Titeln aus China, unabhängig von deren individueller Entwicklung. BYD gerät dadurch in einen Sog, der nicht aus dem Unternehmen selbst entsteht.

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Dabei zeigt sich auf operativer Ebene ein anderes Bild. Die Expansionsstrategie des Konzerns reicht weit über den Heimatmarkt hinaus. Besonders Lateinamerika spielt eine zentrale Rolle. BYD errichtet dort Produktionsstandorte, um regionale Märkte zu bedienen und zugleich Lieferwege nach Europa zu öffnen. Stichwort: Mercosur-Freihandelsabkommen.

EU: Wie reingefallen auf die BYD!

Zwar diskutiert die EU Schutzmechanismen für heimische Hersteller von Elektrofahrzeugen. Parallel verfolgt sie jedoch Freihandelsabkommen mit dem Mercosur-Raum. Eine entsprechende Vereinbarung würde den Import von Fahrzeugen aus lateinamerikanischen Produktionsstätten erleichtern. BYD positioniert sich genau für dieses Szenario und schafft damit eine Alternative zu direkten Exporten aus China.

Diese Streuung wirkt als Ausgleich für mögliche Schwächen im chinesischen Markt. Selbst wenn sich dort der Wettbewerb verschärft oder die Nachfrage schwankt, bleiben andere Regionen verfügbar. Analysten berücksichtigen diesen Ansatz in ihren Einschätzungen. Die Kursziele liegen im Schnitt rund 30 % über dem aktuellen Niveau. Rechnerisch ergibt sich daraus ein Bereich um 14 Euro.

Auch die Bewertung fällt im Branchenvergleich moderat aus. Für das laufende Jahr rechnen Beobachter mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 17. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Niveau großer internationaler Wettbewerber. Wirtschaftliche Kennzahlen liefern somit Argumente für eine andere Wahrnehmung der Aktie. Analysten könnten Recht haben!

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