Der chinesische Autobauer hat sein großes Ziel erreicht und den US-Rivalen Tesla im vergangenen Geschäftsjahr sowohl beim Umsatz als auch bei den Verkaufszahlen hinter sich gelassen. Der Aufstieg zur weltweiten Nummer eins bei Elektroautos hat jedoch einen hohen Preis. Ein gnadenloser Preiskampf auf dem Heimatmarkt frisst die Gewinne auf und zwingt den Konzern nun zu einer aggressiven Technologie- und Exportoffensive.

Triumph mit schrumpfenden Margen

Die am Freitag vorgelegten Zahlen für 2025 markieren einen historischen Wendepunkt. Mit einem Jahresumsatz von umgerechnet rund 116 Milliarden US-Dollar und 2,26 Millionen ausgelieferten reinen Elektrofahrzeugen zog BYD deutlich an Tesla vorbei. Während die Amerikaner einen Absatzrückgang verbuchten, wuchsen die Chinesen um 28 Prozent.

Dieser Volumenzuwachs geht allerdings zulasten der Profitabilität. Zum ersten Mal seit 2021 verzeichnete das Unternehmen einen Gewinnrückgang. Unter dem Strich fiel der Jahresüberschuss um 19 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Im Schlussquartal brach der Gewinn sogar um über 38 Prozent ein. BYD-Chef Wang Chuan-fu begründete diese Entwicklung mit einer extremen Konsolidierungsphase in der chinesischen Autoindustrie. Der Wegfall von Steuervergünstigungen zwang die Hersteller zu massiven Preissenkungen, um ihre Marktanteile zu verteidigen.

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Fünf Minuten Ladezeit als Antwort

Um dem Margendruck im Inland zu entkommen, setzt der Konzern auf einen technologischen Vorsprung. Am Samstag präsentierte BYD mit dem "Song Ultra EV" ein neues Mittelklasse-SUV, das mit der zweiten Generation der hauseigenen "Blade-Batterie" ausgestattet ist. Das System soll die Ladezeiten drastisch verkürzen. Die technischen Spezifikationen umfassen:

  • Ladung von 10 auf 70 Prozent in fünf Minuten
  • Nahezu vollständige Vollladung (97 Prozent) in neun Minuten
  • Stabile Ladeleistung selbst bei extremen Minusgraden von bis zu -30°C

Flankiert wird diese Technik von einer massiven Infrastruktur-Erweiterung. Bis Ende 2026 will das Unternehmen landesweit 20.000 neue Hochleistungs-Schnellladestationen errichten.

Flucht in margenstarke Auslandsmärkte

Neben der neuen Akkutechnik rückt die internationale Expansion in den Fokus. Da der Marktanteil in China Anfang 2026 spürbar auf 17 Prozent gesunken ist, sucht BYD sein Heil im Export. In Europa haben sich die Verkaufszahlen in den ersten beiden Monaten des Jahres bereits verdreifacht. Analysten verweisen darauf, dass die Gewinnspannen in Übersee und Lateinamerika deutlich über dem Niveau des gesättigten chinesischen Marktes liegen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt der Autobauer nun den Verkauf von 1,3 Millionen Fahrzeugen außerhalb Chinas an. Dabei soll vor allem die Premiummarke Denza, die aktuell mit einer globalen Werbekampagne eingeführt wird, die schrumpfende Nettomarge von zuletzt 4,1 Prozent wieder stabilisieren. Der Konzern vertraut dabei weiterhin auf seine hohe Fertigungstiefe bei Chips und Batterien als strukturellen Kostenvorteil gegenüber der heimischen Konkurrenz.

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