BYD Aktie: Rückenwind aus China
Chinas Aufseher greifen in den harten Preiskampf am E-Auto-Markt ein – und das dürfte ausgerechnet den großen, profitablen Anbietern helfen. Für BYD kommt der Schritt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen in Europa sichtbar Tempo aufnimmt. Kann die neue Regulierung die Margen in China tatsächlich stabilisieren?
- Neue Regeln: Verbot von Verkäufen unter Gesamtkosten in China (seit heute)
- Deutschland: 2.629 Neuzulassungen im Januar, Tesla kommt auf 1.301
- Produkt: Atto 3 Evo mit 800-Volt-System und größerem Akku
- Citi: „Buy“, Kursziel 174 HKD
China zieht Preis-Untergrenze ein
Die chinesische Marktaufsicht SAMR hat heute Leitlinien umgesetzt, die Autoverkäufe unterhalb der gesamten Produktionskosten untersagen. Entscheidend ist die breite Definition: Neben den reinen Fertigungskosten zählen auch Verwaltungs-, Finanz- und Vertriebskosten dazu.
Zusätzlich verbieten die Regeln Preisabsprachen mit Zulieferern. Hersteller dürfen Händler außerdem nicht in Geschäfte drängen, die für diese Verluste bedeuten. Digitale Autokauf-Plattformen sollen als eine Art Echtzeit-Kontrollinstanz fungieren und bei „abnormal“ niedrigen Preisen sogenannte Doppel-Risiko-Warnungen ausgeben.
Hintergrund ist der seit rund zwei Jahren laufende Preiskrieg, der den Handel stark belastet hat. Laut Berichten arbeiteten bis zum dritten Quartal des Vorjahres 55% der chinesischen Autohändler mit Verlust. Für BYD, das trotz Margendruck profitabel blieb, entsteht damit ein regulatorischer „Boden“ bei der Preisgestaltung – und der könnte kleinere, unprofitable Anbieter stärker unter Druck setzen.
Deutschland: BYD baut Vorsprung aus
Parallel zur möglichen Beruhigung im Heimatmarkt liefert BYD in Europa belastbare Zahlen. Für Januar wurden in Deutschland 2.629 Neuzulassungen gemeldet – ein Plus von mehr als 1.000% gegenüber dem Vorjahr. Tesla kam im selben Zeitraum auf 1.301 Registrierungen.
Zudem plant BYD laut Bericht für 2026 mehr als 50.000 Fahrzeuge pro Jahr in Deutschland. Ziel ist es, SAIC MG als stärkste chinesische Marke in dem Markt zu überholen.
Technik-Update beim Atto 3 Evo
Um die Produktseite nachzuschärfen, hat BYD am Mittwoch und Donnerstag den „Atto 3 Evo“ für internationale Märkte vorgestellt, darunter Australien. Das Modell wechselt auf eine 800-Volt-Ladearchitektur. Damit soll der Ladevorgang von 10 auf 80% in 25 Minuten möglich sein.
Dazu kommt ein größerer Akku von rund 75 kWh (zuvor 60,5 kWh). Die Allrad-Version beschleunigt laut Angaben in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Zum Marktbild passt, dass Citi BYD am Mittwoch mit „Buy“ eingestuft und ein Kursziel von 174 HKD genannt hat. Die Bank verweist dabei auf beherrschbare Lagerbestände im Inland und sieht vor allem den Export – insbesondere nach Europa – als wichtigen Wachstumstreiber. Gestern kündigte BYD außerdem eine mehrjährige Partnerschaft als offizieller Automobilpartner von Manchester City an.
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