BMW Aktie: Massenrückruf wegen Brandgefahr
BMW ruft weltweit rund 575.000 Fahrzeuge zurück. Der Grund: Ein defekter Startermotor kann zu Überhitzung und im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen. Der Münchner Automobilkonzern bestätigte die Maßnahme gestern nach internen Inspektionen und Kundenbeschwerden.
Die wichtigsten Fakten:
- Rückruf betrifft 16 Modellreihen, darunter 3er, 5er, X3, X5 und Z4
- In Deutschland sind 28.582 Fahrzeuge betroffen
- Produktionszeitraum der fehlerhaften Starter: Juli 2020 bis Juli 2022
- Kostenloser Austausch bei autorisierten Händlern
Metallabrieb löst Kurzschluss aus
Das Problem liegt im Magnetschalter des Startermotors. Nach zahlreichen Startvorgängen kann erhöhter Verschleiß auftreten. Metallabrieb ermöglicht dann einen Kurzschluss, der zur Überhitzung führt – auch während der Fahrt. Erste Anzeichen sind Schwierigkeiten beim Starten oder ein vollständiges Versagen des Startvorgangs.
Der ADAC rät Besitzern betroffener Fahrzeuge, ihr Auto im Freien zu parken. BMW empfiehlt zudem, das Fahrzeug nicht unbeaufsichtigt mit laufendem Motor stehen zu lassen, insbesondere nach Nutzung der Fernstartfunktion.
Breite Modellpalette betroffen
Der Rückruf umfasst zahlreiche Baureihen: Von der 2er-Reihe über 3er, 4er, 5er, 6er und 7er bis zu den SUV-Modellen X3, X4, X5 und X6. Auch das Roadster-Duo Z4 und der technisch verwandte Toyota Supra sind betroffen. In den USA hatte die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bereits am 9. Februar einen Rückruf für 87.394 Fahrzeuge veröffentlicht.
Die Reparatur dauert rund zwei Stunden und erfolgt kostenlos. Neben dem Starter wird in einigen Fällen auch die Batterie getauscht.
Nicht der erste Starter-Rückruf
BMW kennt das Problem: Bereits im September und Oktober 2025 rief der Konzern in den USA über 340.000 Fahrzeuge wegen ähnlicher Starter-Defekte zurück. Die aktuelle Maßnahme zeigt, dass die Problematik offenbar umfassender ist als zunächst angenommen.
Die BMW-Aktie reagierte am Montag verhalten auf die Nachricht und schloss bei 89,12 Euro leicht im Plus. Parallel zum Rückruf setzte BMW positive Akzente: Am 9. Februar kündigte der Konzern den Start eines Vehicle-to-Grid-Angebots in Deutschland an, mit dem Fahrer des neuen iX3 bis zu 720 Euro jährlich verdienen können. Zudem läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter – allein zwischen dem 2. und 8. Februar erwarb BMW 227.436 eigene Aktien.
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