BYD Aktie: Pentagon-Wirbel
BYD geriet am Freitag kurzzeitig ins Visier des US-Verteidigungsministeriums – und ebenso schnell wieder heraus. Das Pentagon setzte den E-Auto-Konzern für rund eine Stunde auf eine Liste von Unternehmen, die angeblich Chinas Militär unterstützen, zog das Dokument dann aber ohne Begründung zurück. An der Börse sorgte das dennoch für spürbare Nervosität.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- BYD rutschte zwischenzeitlich um bis zu 2,7% ab
- Die Pentagon-Liste war laut Reuters nur etwa eine Stunde sichtbar
- Rückzug des Dokuments: ohne Erklärung („nichts anzukündigen“, Bloomberg)
Kurzfristiger Druck durch Listen-Eintrag
Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte eine aktualisierte Version der Liste sogenannter „Chinese Military Companies“ im Federal Register. Darin tauchte BYD neben Namen wie Alibaba, Baidu und TP-Link Technologies auf. Reuters zufolge bat das Pentagon kurz darauf um die Rücknahme des Dokuments.
Nach der Veröffentlichung fielen BYD-Aktien im Tagesverlauf zeitweise um bis zu 2,7%, berichtete Business Wire. Eine inhaltliche Begründung für den Rückzug lieferte das Pentagon nicht. Laut Bloomberg erklärte die Behörde lediglich, man habe „derzeit nichts anzukündigen“.
Politischer Zeitpunkt sorgt für Unsicherheit
Der Zeitpunkt des kurzen Eintrags fällt in eine Phase, in der Washington gegenüber Peking offiziell um Deeskalation bemüht war. Reuters verweist auf eine Handels-Waffenruhe von Oktober 2025 sowie auf ein erwartetes Treffen zwischen Trump und Xi im April. Warum die Liste erst veröffentlicht und dann wieder zurückgezogen wurde, blieb offen – genau das ist der Kern der aktuellen Unsicherheit für den Markt.
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Die zugrunde liegende Liste („Section 1260H“) existiert seit 2021 und umfasst inzwischen laut Bloomberg mehr als 130 Unternehmen. Die Einstufung bedeutet nicht automatisch Sanktionen. Neue Gesetzgebung sieht jedoch vor, dass das Pentagon in den kommenden Jahren keine Verträge mehr mit Unternehmen auf dieser Liste schließen darf.
Begründung im Dokument – und was als Nächstes folgt
Im Federal-Register-Dokument (datiert auf Mittwoch) heißt es, BYD sei „direkt und indirekt“ mit der chinesischen Staatsvermögensaufsicht SASAC verbunden und „indirekt“ mit dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT). Zudem werde BYD als Beitragender zur „militärisch-zivilen Fusion“ innerhalb der chinesischen Verteidigungsindustrie eingeordnet.
Der Vorgang trifft einen Sektor, der ohnehin unter Druck stand: Bloomberg hatte bereits Anfang des Monats über deutliche Kursrückgänge bei in Hongkong notierten BYD-Aktien berichtet – unter anderem wegen Sorgen um die Inlandsnachfrage und steigender Rohstoffkosten. Auf der 1260H-Liste steht zudem bereits der Batterieriese CATL, was die anhaltende US-Prüfung der chinesischen E-Auto-Lieferkette unterstreicht.
Wie geht es weiter? Nach dem Rückzug ist unklar, wie die endgültige Fassung des jährlichen Updates aussieht. Der AEI-Experte Eric Sayers sagte Reuters, neue Ergänzungen dürften sich „wahrscheinlich nicht ändern“, während einzelne Streichungen noch überprüft würden. Unternehmen auf der Liste können zudem laut Hinweis im Federal Register eine Neubewertung beantragen und dafür Nachweise beim Pentagon einreichen.
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