BYD plant in Australien den nächsten Schritt beim Schnellladen: Innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate sollen dort Megawatt-Ladestationen an den Start gehen. Ziel ist es, Ladezeiten so weit zu drücken, dass sie sich dem Tanken eines Verbrenners annähern. Damit flankiert der Konzern zugleich den geplanten Marktausbau seiner Premiummarke Denza.

Megawatt-Lader für Australien

Kern des Projekts sind 1000-kW-Ladesäulen. Zum Vergleich: In Australien liegen die verbreitetsten „super-schnellen“ Stationen derzeit bei maximal 350 kW oder darunter. Mit deutlich stärkerer Hardware stellt BYD eine klare Leistungsmarke in den Raum: Bis zu 500 Kilometer Reichweite sollen sich in etwa fünf Minuten nachladen lassen.

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Die Botschaft dahinter ist einfach: Reichweite nachladen soll sich nicht mehr wie eine Pause anfühlen, sondern wie ein kurzer Stopp.

Batterie-Puffer soll das Netz entlasten

So viel Leistung hat einen Haken: Sie belastet lokale Stromnetze, vor allem zu Spitzenzeiten. BYD will das über große Batterie-Puffer direkt an den Stationen lösen. Diese Speicher sollen kontinuierlich per „Trickle Charging“ geladen werden – entweder über Solarstrom oder über normalen Netzstrom.

Der Effekt: Die Station kann bei Bedarf sehr hohe Leistung abgeben, ohne dass dafür zwangsläufig teure und großflächige Upgrades der kommunalen Netzinfrastruktur nötig werden. Gleichzeitig soll das Konzept die hohe Abgabeleistung auch dann stabil halten, wenn mehrere Fahrzeuge hintereinander laden.

Ausbau passt zu neuen Modellen

Der Aufbau eines eigenen Ultra-Schnellladenetzes ist eng mit dem Fahrzeug-Rollout verknüpft, insbesondere mit dem Start der Denza-Marke in neuen Märkten. Die Infrastruktur soll längere Ladezeiten als Kaufhemmnis entschärfen und damit die Attraktivität der Modellpalette erhöhen.

Parallel laufen technische Updates bei Fahrzeugplattformen: Aus jüngsten Unterlagen geht hervor, dass BYD seine Plug-in-Hybrid-Plattformen weiterentwickelt. Beim kommenden Sealion 06 in einer Long-Range-Variante ist ein 175-kW-Antriebsmotor in Kombination mit einem 1,5-Liter-Motor vorgesehen. Genannt werden zudem rund 220 Kilometer rein elektrische Reichweite sowie optional ein LiDAR-gestütztes Assistenzsystem.

Zudem wird die 2026er-Version der SEAL-Limousine für internationale Märkte ausgerollt. Laut Angaben bleibt die Preispositionierung stabil, während unter anderem ein neues 19-Zoll-Raddesign sowie zusätzliche Sicherheits- und Compliance-Technik hinzukommen. Ein Fahrerüberwachungssystem soll die Aufmerksamkeit des Fahrers erfassen, um strenge europäische Sicherheitsvorgaben zu erfüllen. Ergänzend kommt ein Bluetooth-basierter Digital-Key für die Smartphone-Anbindung.

In den nächsten 12 bis 18 Monaten dürfte damit entscheidend werden, wie schnell BYD die 1000-kW-Infrastruktur in Australien tatsächlich ausrollt – denn genau daran hängt, ob das „500 Kilometer in fünf Minuten“-Versprechen im Alltag skalierbar wird.

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