BYD Aktie: Wird's ungemütlich?
BYD liefert operativ weiter ab – doch an der Börse bröckelt das Vertrauen. Genau dieses Spannungsfeld beschreibt eine Analyse der New York Times von Vorgestern: Marktführer im E-Auto-Sektor, aber mit deutlich schwächerer Aktienperformance. Was treibt den anhaltenden Rückgang wirklich?
Kursrückgang und schwache Januar-Zahlen
Die in Hongkong notierte Aktie liegt laut New York Times rund 40% unter dem Hoch von Mai 2025. Der Verkaufsdruck nahm Anfang dieses Monats zu, nachdem mehrere chinesische E-Auto-Hersteller schwache Januar-Zahlen gemeldet hatten.
Reuters berichtete Anfang des Monats, BYD habe im Januar einen Rückgang der Fahrzeugverkäufe von rund 30% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet – der stärkste Einbruch seit Februar 2024. In der Folge rutschte die Aktie auf den tiefsten Stand seit mindestens einem Jahr und zog andere Autowerte aus China mit nach unten. Ein Stratege von Macquarie verwies bei Reuters darauf, dass Investoren vom Ausmaß des Rückgangs im Heimatmarkt überrascht gewesen sein dürften, weil er auf einen deutlichen Verlust an Marktanteilen hindeute.
Gegenwind im Heimatmarkt – und weniger Hilfe durch Förderungen
Die Probleme treffen nicht nur BYD, sondern die gesamte Branche in China. Hoher Wettbewerb drückt die Margen, staatliche Hilfen werden zurückgefahren, und kurze Produktzyklen machen technologische Vorsprünge schnell vergänglich.
Ein Wharton-Professor sagte der New York Times, chinesische Hersteller hätten im Inland zunehmend die Zahl der Käufer ausgeschöpft, für die ein Elektroauto praktisch sinnvoll sei. Verkäufe konzentrieren sich weiterhin stark auf Großstädte mit besserer Ladeinfrastruktur. In weiten Teilen des ländlichen Raums bleibt E-Mobilität dagegen unattraktiver. Der chinesische Branchenverband CPCA erwartet zudem, dass der heimische Automarkt 2026 stagnieren dürfte – mit Aussicht auf das schwächste Jahr seit 2020.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Hinzu kommt eine Anpassung der Förderung: China verlängerte das Subventionsprogramm zwar bis 2026, stellte laut Reuters jedoch von einer fixen Prämie auf eine Förderung um, die sich am Neuwagenpreis orientiert. Das könnte die Anreize für günstigere Modelle reduzieren – also genau das Segment, das den Großteil der Neuwagenverkäufe ausmacht und in dem BYD stark vertreten ist.
Auslandsgeschäft wächst – Ziele aber gesenkt
Als Gegengewicht beschleunigt BYD die internationale Expansion. Laut CnEVPost exportierte der Konzern im Januar 100.482 NEVs, ein Plus von 51,5% gegenüber dem Vorjahr. Damit entfielen im Januar rund 48% der Auslieferungen auf Auslandsmärkte.
Für 2026 peilt BYD laut Reuters 1,3 Millionen Fahrzeuge an, die ins Ausland gehen sollen – ein Plus von 24% gegenüber 2025. Das liegt allerdings unter einem früher kommunizierten Ziel von bis zu 1,6 Millionen Fahrzeugen. Zusätzlich baut BYD die Europa-Präsenz aus: Laut Motley Fool startet ein neues Werk in Ungarn. Im Januar brachte das Unternehmen außerdem überarbeitete Versionen mehrerer Plug-in-Hybrid-Modelle mit Reichweiten-Akkus auf den Markt.
Zum Kursbild passt, dass die Analystenurteile auseinanderlaufen: Jefferies bleibt laut AASTOCKS bei „Hold“ mit einem 12-Monats-Kursziel von 105 HKD und verweist auf ein erwartetes KGV von 20 für 2026. Citigroup nennt weiterhin „Buy“ mit 174 HKD und hebt hervor, dass sich die Inlandsbestände bis Ende Januar leicht entspannt hätten. Mitte des Monats notierte die Aktie laut Capital.com bei rund 98 HKD.
Im Blickpunkt bleibt damit vor allem der nächste Beweis, dass die starke Exportdynamik die Schwäche im chinesischen Markt tatsächlich ausgleichen kann – zumal BYD das Auslandsziel für 2026 bereits unter die frühere Spanne von bis zu 1,6 Millionen Fahrzeugen gesetzt hat.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 21. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








