Der chinesische Elektroautobauer BYD greift zur großen Waffe: Ende Januar reichte das Unternehmen beim US Court of International Trade in New York Klage gegen die Trump-Regierung ein. Die Forderung ist brisant – BYD will sämtliche seit April 2025 gezahlten Autozölle zurück und stellt die rechtliche Grundlage der Abgaben grundsätzlich infrage.

Unter der Aktennummer 26-00847 läuft nun ein Verfahren, das weitreichende Folgen haben könnte. BYD America LLC und vier Tochtergesellschaften fechten konkret Trumps Anwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zur Erhebung von Grenzzöllen an. Ihre Argumentation: Der Gesetzestext enthalte weder das Wort "Zoll" noch eine vergleichbare Terminologie – die rechtliche Grundlage fehle schlichtweg.

Erste Klage aus China – aber nicht die letzte

BYD ist der erste chinesische Autohersteller, der diesen Schritt wagt. Allerdings reiht sich das Unternehmen damit in eine wachsende Liste globaler Konzerne ein, die ähnliche Beschwerden eingereicht haben. Die juristische Auseinandersetzung gewinnt zusätzlich an Brisanz durch ein paralleles Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer begründete die schleppende Entscheidungsfindung mit der historischen Dimension des Falls.

Trump hatte die Zölle mit der angeblichen Bedrohung der US-Autoindustrie durch chinesische Konkurrenz gerechtfertigt – insbesondere durch BYDs günstige Elektrofahrzeuge. Die Ironie: Parallel signalisiert der Präsident Offenheit für chinesische Produktion auf amerikanischem Boden. In der Praxis wirken die Zölle jedoch wie eine Barriere.

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Milliardenschwere Folgen möglich

Sollte BYD vor Gericht Erfolg haben, könnte dies Präzedenzwirkung entfalten und Trumps gesamte Zollstrategie erschüttern. Für betroffene Unternehmen stünden potenziell milliardenschwere Rückzahlungen im Raum. Experten sprechen von einer Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China.

Während die juristischen Fronten sich verhärten, trifft BYD auch in anderen Märkten auf Widerstand. Brasilien hat eine Zollvergünstigung beendet, die es vor allem chinesischen Herstellern ermöglicht hatte, E-Autos als Bausätze ins Land zu bringen und vor Ort fertig zu montieren. Ab Januar 2027 gilt ein Zollsatz von 35 Prozent – das Ende einer lukrativen Marktchance.

Die Investoren reagierten überraschend gelassen auf die Nachrichtenlage. Am Dienstag schloss die BYD-Aktie an der Börse in Hongkong mit einem Plus von 2,41 Prozent bei 95,80 Hongkong-Dollar. Offenbar werten Anleger die offensive juristische Strategie als Zeichen der Stärke – und setzen darauf, dass der Konzern seine Interessen auch vor Gericht durchsetzen kann.

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