BYD-Aktie: Was für ein Thriller!
Unter der Aktennummer 26-00847 braut sich vor dem US-Gericht für Internationalen Handel in New York ein wahrer Justiz-Thriller zusammen: BYD America LLC gegen die Vereinigten Staaten von Amerika. Der chinesische E-Auto-Riese hat Ende Januar Klage eingereicht und will die seit Februar 2025 geltenden Importzölle zu Fall bringen.
Wortklauberei mit Milliardenwirkung
Die Strategie der BYD-Anwälte ist ebenso simpel wie brillant: Sie setzen auf eine extrem strikte Textauslegung des „International Emergency Economic Powers Act“ (IEEPA). Das Argument: Im gesamten Gesetzestext taucht das Wort „Zoll“ schlichtweg nicht auf. Da die US-Regierung unter Trump ihre Grenzzölle jedoch genau auf dieses Gesetz stützt, fehle der Maßnahme laut Klageschrift schlicht die Rechtsgrundlage.
Die Vorreiter einer Klagewelle
BYD ist zwar der erste chinesische Autobauer, der den Gang vor das Gericht wagt, steht aber keineswegs allein da. Zahlreiche globale Unternehmen mit US-Niederlassungen folgen ähnlichen Pfaden. Sie alle hoffen auf ein Urteil mit Präzedenzwirkung. Parallel dazu fordert BYD die Rückzahlung bereits geleisteter Zollbeträge – eine Summe, die bei einem Erfolg der Klage Trumps gesamte Handelsstrategie ins Wanken bringen könnte.
Schutzwall oder Innovationsbremse?
Präsident Trump rechtfertigte die Zölle als notwendigen Schutzwall für die US-Autoindustrie vor der „gelben Gefahr“ durch extrem günstige E-Fahrzeuge. Während er theoretisch Offenheit für chinesische Werke auf US-Boden signalisiert, wirken die aktuellen Barrieren in der Praxis wie eine Blockade für BYDs Expansionsdrang. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer mahnt unterdessen zur Geduld; die historische Dimension des Falls verbiete überstürzte Urteile.
Börse reagiert mit Zweckoptimismus
Trotz der drohenden Eskalation im Handelskrieg zeigten sich die Anleger zuletzt unbeeindruckt – oder sogar ermutigt durch den Kampfgeist des Konzerns. Die BYD-Aktie konnte in Hongkong am Dienstag ein Plus von 2,41 Prozent verbuchen und schloss bei 95,80 HKD. Die Investoren scheinen darauf zu setzen, dass BYD vor Gericht einen langen Atem beweist.
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