BYD baut in Europa und Japan gleichzeitig aus. In Europa soll eine neue Finanzierungspartnerschaft den Absatz elektrischer Nutzfahrzeuge erleichtern. In Japan nimmt der Konzern mit einem neuen Kleinstwagen ein besonders reguliertes Marktsegment ins Visier. Der Hintergrund: operativ steht BYD zuletzt unter spürbarem Verkaufs- und Qualitätsdruck.

  • Europa: DLL wird bevorzugter Finanzierungspartner für BYD-E-Lkw und -Busse in neun Märkten
  • Japan: Neues „Racco“-Modell für das Kei-Car-Segment, Marktstart im Sommer 2026
  • Operatives Umfeld: Januar-Verkäufe 2026 rund 30% niedriger als vor einem Jahr; zuletzt zudem Rückruf-Thematik (Ende 2025)

Europa: Finanzierung als Türöffner für Flotten

BYD Europe hat am Montag eine Partnerschaft mit dem Asset-Finanzierer DLL bekannt gegeben. DLL wird damit zum bevorzugten Finanzierungspartner für BYDs elektrische Lkw und Busse in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Portugal, Irland und Polen.

Kern der Vereinbarung sind flexible Leasing- und Kreditlösungen für Flottenbetreiber. Genau dort hakt es im Nutzfahrzeugmarkt oft: Ohne planbare Finanzierung wird aus der Elektrifizierung schnell ein Rechenexempel mit zu vielen Unbekannten. BYD erwartet, dass die Zusammenarbeit die Einführung der elektrischen Nutzfahrzeugpalette in Europa beschleunigt, darunter die Lkw-Modelle ETM6 und ETH8. Das zahlt direkt auf die regionale Strategie „Green Commercial Mobility“ ein.

Japan: „Racco“ zielt auf das Kei-Car-Segment

Parallel dazu hat BYD am Montag neue Details zum BYD Racco veröffentlicht (übersetzt: „Sea Otter“). Das kompakte E-Auto ist gezielt für Japans Kei-Car-Segment entwickelt, in dem strikte Größenregeln gelten und heimische Hersteller traditionell dominieren.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

Der Start ist für Sommer 2026 geplant. Technisch nennt BYD eine 20-kWh-Batterie, zudem Schiebetüren und eine eher kastenförmige Bauweise, um den Nutzwert innerhalb der Vorgaben zu maximieren. Die angepeilte Reichweite liegt laut Bericht bei rund 180 bis 200 Kilometern.

Verkaufsdelle und Qualitätsfokus belasten die Stimmung

Die Expansionsschritte fallen in eine Phase, in der BYD operativ Gegenwind spürt. Laut Quelltext lagen die Januar-Verkäufe 2026 etwa 30% unter Vorjahr. Als Treiber werden zunehmender Wettbewerb im Heimatmarkt und schwächere Nachfrage genannt.

Hinzu kommt anhaltende Aufmerksamkeit für das Thema Qualitätssicherung: Nach Rückrufen Ende 2025 rund um die Qin Plus DM-i-Hybridreihe standen Fragen zur Produktionskonsistenz im Raum. Die genannten, softwarebezogenen Probleme seien per Over-the-Air-Updates behoben worden, dennoch bleibt der Markt laut Bericht sensibel für Signale zur Fertigungsqualität – gerade mit Blick auf steigende Exportziele.

Die Aktie notierte am Dienstag laut Text bei etwa 12,50 US-Dollar und erholte sich damit leicht von zuvor erreichten 52-Wochen-Tiefs im frühen Monatsverlauf.

Anzeige

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...