BYD Aktie: China-Boom verliert an Tempo
Der chinesische E-Auto-Riese steht vor einem Wendepunkt. Während der heimische Markt weiterhin wächst, deutet sich eine Verlangsamung an. Gleichzeitig kämpft Konkurrent Tesla in Indien mit massiven Absatzproblemen – ein Warnsignal für die gesamte Branche?
Die China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) prognostiziert für 2026 einen Absatz von rund 19 Millionen NEV-Fahrzeugen im Reich der Mitte. Das entspricht einem Plus von 15,2 Prozent gegenüber 2025. Klingt solide – doch der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt: Das Wachstumstempo schwächt sich deutlich ab. 2025 waren es noch satte 28,2 Prozent Zuwachs bei 16,49 Millionen verkauften Einheiten.
Marktführer unter Druck
Mit einem Marktanteil von 23,2 Prozent behauptet sich BYD als unangefochtener Spitzenreiter im chinesischen NEV-Segment. Der Abstand zum Zweitplatzierten Geely (13,0 Prozent) bleibt komfortabel. Doch die Aussichten des Branchenverbands lassen aufhorchen: Anhaltender Abwärtsdruck auf die Wirtschaft und gedämpfte Einkommenserwartungen bremsen die Kaufkraft der Verbraucher.
Das moderate Wachstum zwingt den Konzern zum Umdenken. Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung rücken in den Fokus. Gleichzeitig verschärft sich der Preisdruck – ein Szenario, das die Margen belasten könnte. Die internationale Expansion nach Europa, Südostasien und Lateinamerika wird 2026 zur Pflichtaufgabe, um Wachstumsimpulse außerhalb Chinas zu generieren.
Tesla strauchelt in Indien
Während BYD seine Position festigt, kämpft Tesla mit unerwarteten Problemen. Rund 100 der 300 nach Indien importierten Model Y-Fahrzeuge bleiben vier Monate nach Marktstart unverkauft. Viele Reservierungsinhaber haben ihre Bestellungen storniert. Mit Rabatten von bis zu 200.000 Rupien (2.217 Dollar) versucht der US-Konzern verzweifelt, die Lagerbestände abzubauen.
Der Misserfolg wiegt schwer: Tesla fiel 2025 zum zweiten Mal in Folge hinter BYD zurück und musste die Krone als weltgrößter E-Auto-Hersteller abgeben. Der Startpreis von knapp 70.000 Dollar für das Model Y in Indien – bei Importzöllen von 110 Prozent – erweist sich als zu ambitioniert. Von ursprünglich 600 Buchungen wurden bislang nur ein Bruchteil in tatsächliche Auslieferungen umgewandelt.
Lithium als strategischer Rohstoff
Parallel dazu steigt der Druck auf die Lieferketten. Die Lithiumpreise klettern, während Elektromobilität, Drohnen, Robotik und KI den Energiehunger in die Höhe treiben. Für BYD bedeutet das: Die Sicherung verlässlicher Rohstoffquellen wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Ohne stabile Versorgung mit Batterierohstoffen drohen Produktionsengpässe.
Die Börse in Hongkong zeigte sich am Donnerstag unbeeindruckt von den gemischten Signalen. Die BYD-Aktie legte um 1,54 Prozent auf 99,10 Hongkong-Dollar zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 4,21 Prozent zu Buche. Anleger setzen offenbar darauf, dass der Konzern die Herausforderungen meistern kann – doch die kommenden Quartale werden zeigen, ob diese Zuversicht gerechtfertigt ist.
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