Bayer Aktie: Ein Drahtseilakt!
Bayer hat die Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt – und die fallen ernüchternd aus. Der Nettoverlust kletterte um gut eine Milliarde auf 3,62 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich dafür sind einmal mehr die endlosen Rechtsstreitigkeiten in den USA rund um Glyphosat und PCB. Operativ lief es jedoch minimal besser als befürchtet.
Der Umsatz sank um 2,2 Prozent auf 45,58 Milliarden Euro, wobei negative Währungseffekte von 1,74 Milliarden Euro schwer wogen. Bereinigt um diese Faktoren ergibt sich immerhin ein Plus von 1,1 Prozent. Das bereinigte EBITDA ging um 4,5 Prozent auf 9,67 Milliarden Euro zurück – beides liegt leicht über den mittleren Analystenschätzungen. Ein schwacher Trost.
Rechtsstreit-Poker mit ungewissem Ausgang
Der angekündigte Sammelvergleich zu den Glyphosat-Klagen bleibt die große Unbekannte. Erste Klägergruppen haben bereits Widerstand angekündigt, die juristische Hängepartie geht weiter. Parallel hoffen die Leverkusener auf ein Grundsatzurteil des obersten US-Gerichts – doch darauf setzen sollte man besser nicht.
Für 2026 gibt sich Bayer vorsichtig optimistisch: Das währungsbereinigte EBITDA soll zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro liegen, das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 4,30 bis 4,80 Euro. Der Umsatz wird bei 45 bis 47 Milliarden Euro erwartet. Auch hier rechnet der Konzern mit erheblichen negativen Währungseffekten von geschätzt einer Milliarde Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?
Aktie im freien Fall
Die Dividende bleibt bei mageren 11 Cent – das absolute Minimum. Bayer hält das Geld zusammen, um zu investieren und die hohe Schuldenlast zu reduzieren. Für Anleger bleibt das frustrierend.
An der Börse sorgte die Gemengelage aus Nahost-Krise und hausgemachten Problemen für einen brutalen Abverkauf. Die Aktie stürzte unter die psychologisch wichtige 40-Euro-Marke und verlor zeitweise über fünf Prozent. Die 50-Tage-Linie wurde bereits unterschritten, das Rounding-Top ist abgeschlossen. Technisch droht nun eine Korrektur bis 35 Euro, möglicherweise sogar bis in den Bereich von 30 bis 32 Euro.
Das KGV für 2026 liegt bei 27,7 – deutlich über dem Branchendurchschnitt von 18,4. Bei dieser Bewertung und den anhaltenden Unsicherheiten gibt es aktuell attraktivere Alternativen im Pharmasektor.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 4. März liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








