BYD kündigt für diese Woche eine „disruptive Technologie" an – und die Aktie springt an. Gleichzeitig meldete der chinesische E-Auto-Riese für Februar den stärksten Absatzeinbruch seit der Pandemie. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt. Denn am 5. März will BYD in Shenzhen zeigen, womit das Unternehmen künftig punkten will.

Die in Hongkong gelisteten Papiere legten am Montag um 4 Prozent zu. Details zur angekündigten Technologie nannte BYD in einem WeChat-Post nicht. Branchenkreise spekulieren über ein Megawatt-Ladesystem mit bis zu 1.500 Kilowatt Leistung – weit jenseits der heute üblichen 350 bis 400 Kilowatt in Europa.

Februar-Zahlen unter Druck

Die Rallye steht im scharfen Kontrast zu den jüngsten Verkaufszahlen. Im Februar brachen die Auslieferungen um 41 Prozent auf 190.190 Fahrzeuge ein – der sechste Rückgang in Folge und der heftigste seit Februar 2020. Hauptgrund war das verlängerte Neujahrsfest, das Produktion und Handel in China weitgehend lahmlegte.

Reine E-Autos verkaufte BYD 79.539 Stück, ein Minus von 36 Prozent. Die Plug-in-Hybride hielten sich etwas besser. Positiv: Die Exporte blieben stabil bei über 100.000 Einheiten.

Finanzierung statt Preiskrieg

Um die schwache Nachfrage im Heimatmarkt zu kontern, setzt BYD seit Ende Februar auf ultralange Finanzierungen – bis zu sieben Jahre bei niedrigen Zinsen. Direkte Preiskämpfe untersagen die Behörden zunehmend, also verlagern sich die Hersteller auf großzügige Kreditangebote.

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Seit Jahresbeginn zahlen chinesische Käufer außerdem wieder 5 Prozent Kaufsteuer auf Neuwagen – eine zusätzliche Belastung nach dem Auslaufen früherer Subventionen.

Was am 5. März kommt

Die Branche rechnet mit der zweiten Generation der „Blade Battery". Die neue Zelle soll eine Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg erreichen und über 3.000 Ladezyklen durchhalten. Ebenso erwartet wird ein Update des Fahrassistenzsystems „God's Eye" auf Version 5.0.

Beim Laden plant BYD den Ausbau von mehr als 3.000 Ultraschnellladestationen bis Ende 2026. In Polen präsentierte das Unternehmen bereits Standorte mit bis zu 1.000 Kilowatt – Europas schnellste Lader bieten derzeit meist 350 bis 400 Kilowatt.

Neue Modelle vor dem Event

Parallel zur Tech-Show bringt BYD frische Produkte. Der Seal 07 EV kommt als reine Elektrolimousine mit 705 Kilometern CLTC-Reichweite und LiDAR-Sensor auf dem Dach – ein Hinweis auf das neue God's Eye 5.0.

Die Luxusmarke Denza legte mit dem Z9 GT nach: 1.036 Kilometer Reichweite nach CLTC-Norm sollen möglich sein, gespeist von einem 122,5-kWh-Akku. Denza spricht vom „weltweit größten Reichweitenrekord".

Europa als Gegengewicht

Im Januar verdreifachte BYD seine Neuzulassungen in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten nahezu – auf über 18.000 Einheiten. Damit lag der Konzern erstmals vor Tesla, dessen Zulassungen im Jahresvergleich um 17 Prozent sanken. Fast die Hälfte aller BYD-Auslieferungen entfiel im Januar auf Märkte außerhalb Chinas.

Ausblick: Technologie als Hebel

Ob die angekündigten Fortschritte bei Batterie und Ladetechnik die Schwäche im Heimatmarkt ausgleichen können, wird sich zeigen. Analysten sehen im Megawatt-Ladesystem einen möglichen Treiber für eine Verkaufserholung. Die Veranstaltung am 5. März dürfte klären, wie ernst BYD es mit dem Technologievorsprung meint – und ob dieser ausreicht, um sich im verschärften Wettbewerb zu behaupten.

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