Wall Street setzt nach Rekordergebnissen auf weitere Kursgewinne. Mehrere Investmentbanken haben ihre Kursziele für Broadcom deutlich angehoben – einige sehen die Aktie bei 480 Dollar. Das entspricht einem Potenzial von rund 39 Prozent. Der Grund: Das Halbleiter-Unternehmen profitiert massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur und sitzt auf einem Auftragspolster von 73 Milliarden Dollar.

Analysten erhöhen Kursziele deutlich

Gleich mehrere große Banken haben ihre Einschätzungen nach oben geschraubt. Citigroup nennt nun 480 Dollar als Ziel und bestätigt die Kaufempfehlung. JPMorgan Chase, UBS und Sanford C. Bernstein setzen auf 475 Dollar. Im Konsens liegt das durchschnittliche Kursziel bei 436 Dollar – ein Plus von 26 Prozent zum aktuellen Niveau.

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Von 33 analysierten Ratings lauten 29 auf "Kaufen" oder "Strong Buy". Nur eine einzige "Halten"-Empfehlung steht dem gegenüber.

KI-Geschäft verdoppelt sich

Die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal 2025 unterstreichen die Dynamik. Der Umsatz kletterte um 28 Prozent auf 18,02 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen von 17,46 Milliarden deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,95 Dollar – acht Cent über den Prognosen.

Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 stellt das Management 19,1 Milliarden Dollar in Aussicht, erneut ein Plus von 28 Prozent. Besonders bemerkenswert: Die KI-Chiperlöse sollen sich auf 8,2 Milliarden Dollar verdoppeln. Getrieben wird das Wachstum von kundenspezifischen KI-Beschleunigern und Ethernet-Switches für KI-Rechenzentren.

Auftragsbestand sichert Wachstum bis 2027

Mit einem KI-Auftragsbestand von 73 Milliarden Dollar hat Broadcom außergewöhnliche Planungssicherheit für die kommenden 18 bis 24 Monate. Das Unternehmen hält 80 Prozent Marktanteil bei Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Chips für Rechenzentren. Die Produkte Tomahawk 6 und Jericho 3 gelten als Industriestandard – sie ermöglichen die Datenübertragung zwischen GPUs in großen KI-Clustern.

Bei kundenspezifischen KI-Chips liegt der Marktanteil sogar bei 70 bis 80 Prozent. Zu den fünf Großkunden zählen Alphabet (Google TPUs), Meta Platforms, ByteDance, OpenAI und Anthropic. Berichte deuten auf mögliche weitere Partnerschaften mit Apple, Arm Holdings und xAI hin.

Insider-Verkäufe drücken kurzfristig

Trotz optimistischer Analystenstimmen sorgen Aktienverkäufe von CEO Hock Tan für Gesprächsstoff. Er trennte sich zuletzt von Papieren im Wert von 34,6 Millionen Dollar. Solche Transaktionen dienen häufig steuerlichen oder diversifizierungstechnischen Zwecken, belasten aber das kurzfristige Sentiment.

Die Bewertung bleibt anspruchsvoll. Das forward KGV liegt bei etwa 28. Die EBITDA-Marge erreicht 68 Prozent, der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2025 summierte sich auf 26,9 Milliarden Dollar. Einige Analysten mahnen mögliche Margenrisiken und Wettbewerbsdruck an. Zudem sorgt die Preisgestaltung bei VMware-Abonnements für Unmut bei Unternehmenskunden.

Dividende steigt zum fünfzehnten Mal

Der Verwaltungsrat hat die Quartalsdividende um zehn Prozent auf 0,65 Dollar je Aktie erhöht. Damit steigt die jährliche Ausschüttung auf 2,60 Dollar – die fünfzehnte Erhöhung in Folge seit 2011. Mit dem robusten Auftragsbestand und der dominanten Marktposition im KI-Networking dürfte Broadcom die nächsten Quartale weiter vom Infrastruktur-Boom profitieren.

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